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| Politik

Ruswil und Wolhusen verzichten auf gemeinsames Betreibungsamt

Die beiden Gemeinden Wolhusen und Ruswil arbeiten heute schon in vielen Bereichen zusammen. Nun haben sie auch eine Zusammenarbeit bei den Betreibungsämtern geprüft. Nun kam aber vor allem der Gemeinderat von Ruswil zum Schluss, dass für sie ein gemeinsames Amt nicht in Frage komme.

Ruswil begründet den Entscheid damit, dass ein Zusammenschluss sich für sie wegen der hohen Kosten, dem allfälligen Standortwechsel und fehlenden Skaleneffekten nicht lohne. Daher wolle man lieber beim heutigen System mit zwei einzelnen Betreibungsämtern bleiben. Wolhusen bedauert den Entscheid, wie es in einer Mitteilung heisst. Beide Gemeinden hätten bei einem Zusammenschluss von mehr Professionalisierung und sinkenden Kosten profitiert, sagt der Wolhuser Gemeindepräsident Peter Bigler gegenüber neo1. Auch wenn auch ein gemeinsames Betreibungsamt nicht kostendeckend gewesen wäre, wäre es doch günstiger geworden.

Gewisse Uneinigkeit lässt sich auch bei der Standortfrage heraushören. So heisst es vom Ruswiler Gemeindepräsident Franzsepp Erni, dass die Standortfrage schlussendlich nicht diskutiert wurde, aber dass ein Standort in Wolhusen für Ruswil nicht so gut gewesen wäre. Peter Bigler hingegen ging davon aus, dass das gemeinsame Amt wohl wirklich in Wolhusen zustande gekommen wäre.

Beide Gemeinden betonen, dass trotz der Absage beim Betreibungsamt, ihre Zusammenarbeit in anderen Bereichen noch gut und konstruktiv sei. Und Ruswil will ein gemeinsames Betreibungsamt auch nicht ausschliessen, vielleicht werde man die Gespräche in ein paar Jahren wieder aufnehmen, sagt Gemeindepräsident Erni.

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