Symbolbild (Bild: neo1 Archiv)
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Rüdtligen-Alchenflüh kann das neue Abfallreglement noch nicht einführen
In der Gemeinde Rüdtligen-Alchenflüh stehen viele Abfallsäcke ohne Marke an der Strasse oder werden in Container geworfen. Der Gemeinderat wollte deshalb einführen, dass es nur noch gebührenpflichtige Säcke für den normalen Abfall gibt. An der Gemeindeversammlung am Mittwoch 4. Juni gab das zu reden.
Ab Juli nächsten Jahres wären mit dem neuen Reglement nur noch gebührenpflichtige Säcke akzeptiert worden. Zusätzlich wollte der Gemeinderat auch gleich ein neues System für die Sammlung von Plastik einführen. An der Gemeindeversammlung wollte der Gemeinderat das genehmigen lassen. Vor allem gegen den Vorschlag, Plastik separat zu sammeln, gab es aber Gegenwind, erzählt die Gemeindepräsidentin Patrizia Lambroia: "Es wurde unter anderem gesagt, dass die Menschen ihr gesammeltes Plastik mit dem Auto zur Sammelstelle bringen würden. Das sei auch nicht ökologisch. Weiter wurde kritisiert, dass die Firma, die das Plastik recycelt, dies im Ausland tut. " Auf der Homepage des Unternehmens, das das Plastik recycelt, ist nicht ausführlich beschrieben, wo genau recycelt wird.
Auch der Wechsel von Marken für Abfallsäcken zu gebührenpflichtigen Säcken sorgte für Gesprächsstoff. Der Gemeinderat wurde gefragt, ob sie die Läden im Dorf informiert hätten. "Es wurde gefragt ob die Verkaufstellen wissen ob sie in Zukunft nicht mehr die Marken sondern Abfallrollen aufbewahren müssen. Wir haben erklärt, dass wir das noch nicht getan haben. Wir wollen ja auch, dass die Stimmbevölkerung und nicht die Verkaufsstellen entscheiden", so die Gemeindepräsidentin. Wenn Verkaufsstellen ausgestiegen wären, hätte der Gemeinderat eine andere Lösung gesucht, ergänzt Patrizia Lambroia.
Nach den Diskussionen an der Gemeindeversammlung zieht der Gemeinderat das neue Abfallreglement vorerst zurück. Sie wollen an der nächsten Gemeindeversammlung im Dezember einen neuen Anlauf nehmen.
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