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Regionale Produkte direkt zum Konsumenten bringen
Fleisch, Eier, Milch und vor allem viel Gemüse und Früchte: LandwirtInnen bieten ihre Produkte vermehrt im eigenen Hofladen an. Auch im neo1-Land gibt es mittlerweile ein grosses Angebot direkt ab Hof.
Viele Konsumenten und Konsumentinnen schätzen es, zu wissen, woher ihr Essen kommt. So werden Hofläden häufig von Menschen aus der Umgebung besucht, manchmal aber auch von Touristen. Um einen geeigneten Hofladen zu finden, gibt es die Plattform vomhof.ch. "Vomhof ist die grösste Hofsuche der Schweiz. Konsumenten können nach einer Dienstleistung suchen und anschliessend direkt auf den Hof gehen.", erklärt die Projektleiterin vomhof.ch, Jasmin Vultier vom Schweizer Bauernverband. Das Projekt soll eine Brücke zwischen Konsumenten und Produzenten sein. Auch nach verschiedenen Labels kann man die teilnehmenden Hofläden absuchen, seit letztem Monat z.B. ist auch IP-SUISSE mit an Bord.
Durch einen Hofladen können LandwirtInnen ihre Produkte direkter vermarkten. "Einerseits ist man direkt und ohne Umwege im Austausch mit dem Konsument.", erklärt Christian Stalder von der Hasle-Mühle in Hasle b. Burgdorf, "Auf der anderen Seite ist für die Landwirtschaft ein höherer Erlös möglich, wenn man direkt dem Endverbraucher verkaufen kann, ohne Zwischenhändler." Sandra Steffen aus Schüpfheim schätzt auch die guten Gespräche mit ihren KundInnen und dass sie die Freude an den Produkten miterleben kann. Es sei aber nicht nur für sie als Hofladenanbieter wertvoll: "Uns als Bauernfamilie tut es gut zu spüren, dass es Leute gibt, die unsere Produkte wertschätzen. Seit der Kiosk steht, trauen sich die Leute auch vermehrt auf den Hof zu laufen und direkt zu fragen." Ihr Rehärze Kiosk baue Hemmschwellen ab.
Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown war für die Hofläden nicht nur negativ. Jasmin Vultier vom Schweizer Bauernverband erklärt im Interview mit neo1: "Während Corona hatten die Hofläden einen Anstieg." Rückmeldungen vieler Höfe hätten gezeigt, dass Hofläden während der Corona-Zeit mehr und vor allem auch neue Kunden hatten. "Normalerweise haben wir auf vomhof.ch zwischen 20'000 - 30'000 Aufrufe monatlich, während Corona gab es zwischen 100'000 - 200'000 Suchaufrufe." Christian Stalder hofft auf alle Fälle: "Dass die Kunden den Hofläden treu bleiben, so die Bauern unterstützen und die guten Produkte aus der Region konsumieren."
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