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Regierungsrat bekräftigt Wunsch nach mehr Tempo bei Bypass Bern-Ost

Der Berner Regierungsrat hat am Montag seine Forderung nach einer raschen Realisierung des Projekts Bypass Bern-Ost bekräftigt. In seiner Stellungnahme zur Vernehmlassung "Verkehr '45" übte er zudem Kritik an vom Bund geplanten Bahnvorhaben. Den Grimseltunnel hingegen begrüsst er.

Er unterstütze grundsätzlich die vom Bund vorgesehene Weiterentwicklung des Nationalstrassennetzes und die entsprechenden Projekte im Kanton Bern, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung. Dazu gehöre auch das Projekt Bypass Bern-Ost.

"Die vorgesehenen Ausbauprojekte im Raum Bern stellen ein Gesamtsystem mit engen funktionalen Abhängigkeiten dar, in dem der Bypass Bern-Ost ein zentraler Bestandteil für dessen Belastbarkeit ist", schrieb der Regierungsrat weiter.

Den vom Bund geplanten Realisierungshorizont erachte er als zu spät. Er fordere deshalb die "planmässige Weiterführung der Arbeiten für den Bypass Bern-Ost sowie die Umsetzung des Projekts im Planungshorizont 2055".

In einer Antwort auf einen Vorstoss im Kantonsparlament hatte der Regierungsrat bereits im Juli eine höhere Priorisierung des Autobahnprojekts gefordert.

Thun Nord "wichtiger Baustein"

Unzufrieden zeigte sich der Regierungsrat am Montag auch mit dem geplanten Wegfall der halbstündlichen Bahnverbindungen zwischen Burgdorf, Herzogenbuchsee, Langenthal und Zürich. Das sei "inakzeptabel". Diese "wichtigen Verbindungen mit Umsteigen in Olten" bestünden seit Jahrzehnten.

Dass der Bund auf die geplante S-Bahn-Haltestelle Thun Nord verzichten will - auch damit ist der Regierungsrat nicht einverstanden. Diese Haltestelle solle dereinst "den kantonalen Premium-Entwicklungsschwerpunkt" erschliessen. Sie sei die verkehrliche Grundlage für die Entwicklung des bedeutenden Standorts und wichtiger Baustein des regionalen Verkehrssystems.

Erstaunt sei er zudem darüber, dass die für den Halbstundentakt der IC-Züge durch den Lötschberg-Basistunnel notwendige Infrastruktur im Emmental im Botschaftsentwurf nicht vorgesehen sei, schrieb der Regierungsrat weiter. Für das Vorhaben sei ein Ausbau der Infrastruktur zwischen Worb und Langnau zwingend.

Grimseltunnel "stärkt Schmalspurnetz"

Der Regierungsrat begrüsst aber auch diverse in der Botschaft des Bundes enthaltenen Projekte, etwa die geplante, direkte Bahnverbindung zwischen Biel und Genf, die Wendeanlagen in Münsingen und Brünnen, das Überholgleis in Oberwangen sowie die Ausbauten beim Regionalverkehr Bern Solothurn RBS zur Nutzung des neuen Bahnhofs Bern.

Ebenfalls sprach sich der Regierungsrat für die Realisation des Grimseltunnels aus. "Der Grimseltunnel stärkt das Schmalspurnetz in den Alpen, und es entsteht eine Verbindung zwischen den Netzen der Zentralbahn, der Matterhorn Gotthard Bahn und der Rhätischen Bahn", zeigte er sich überzeugt. (sda)

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