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| Wirtschaft

Klimaschonende Milchproduktion: Positives Zwischen-Fazit

Die Landwirtschaft ist mitverantwortlich für die Klimaerwärmung. Mit dem Projekt "klimafreundliche Milch" soll dem entgegengewirkt werden, indem der CO2-Ausstoss pro Kilo Milch reduziert wird. 46 Landwirtschaftsbetriebe haben beim Pilotprojekt mitgemacht. Am Donnerstag wurde in Gysenstein ein erstes Fazit gezogen. 

Kühe, die länger leben und länger Milch produzieren, stossen pro Kilo Milch rund 5% weniger Treibhausgase aus. Kommen weitere Massnahmen hinzu, sinken die Emissionen gar um 10 bis 20% – ein signifikanter Beitrag gegen die globale Klimaerwärmung. Mit dem Pilotprojekt Klimafreundliche Milch setzen sich der Nahrungsmittelkonzern Nestlé, 46 Landwirtschaftsbetriebe und die aaremilch AG für eine nachhaltige Schweizer Milchwirtschaft ein.

Die Landwirtschaft ist bei weitem nicht der grösste Verursacher von Treibhausgas-Emissionen in der Schweiz. Aber insbesondere die Milchwirtschaft ist mitverantwortlich dafür, dass sich das globale Klima durch die Erderwärmung verändert. Denn die Kühe auf Wiesen und Weiden produzieren nicht nur Milch, als Abbauprodukt bei ihrer Verdauung wird auch das Treibhausgas Methan freigesetzt.

Im ersten Jahr gelang es den 46 landwirtschaftlichen Pilotbetrieben in der Region Konolfingen, ihren CO2-Ausstoss im Vergleich zu der Ausgangslage (Zeitraum 2014 – 2016) um 123 Tonnen zu senken. Das entspricht den Emissionen, die auf 20 Erdumrundungen mit dem Auto entstünden.

Bis 2020 will das Projekt «Klimafreundliche Milch» pro Kilo produzierte Milch rund 50 Gramm CO2- Äquivalente einsparen, welche beim Verdauungsprozess der Kühe entstehen. Das entspricht einer Reduktion von 10% pro Kilo Milch. Erreicht wird dies durch verschiedene Ansätze, unter anderem dadurch, dass die Kühe länger leben dürfen. Was paradox klingt, macht auf den zweiten Blick Sinn: Ihr Treibhausgas-Ausstoss in der Aufzuchtphase als Kalb, in der sie keine Milch, aber Methan produzieren, verteilt sich so auf eine längere Zeit und eine grössere Milchmenge. Auch damit verbundene Optimierungen der Kälberzucht tragen zur besseren CO2-Bilanz der Milchproduktion bei.

Nach dem erfolgreichen Start des Projekts werden nun weitere Bauernbetriebe gesucht, die mitmachen möchten.

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