Der Kanton hätte hier das Trottoir verbreitern wollen - auf Kosten der Vorgärten (Bild: zvg, Kanton Bern)
Werbung
Projekt an der Krauchthalstrasse in Oberburg ist umstritten
Der Kanton Bern möchte in Oberburg die Krauchthalstrasse sanieren und für die Verkehrsteilnehmenden sicherer machen. Doch die Massnahmen sind teilweise umstritten. Der Kanton hat deshalb entschieden, ein Teil der Projekts noch zurückzustellen.
In der Mitwirkung hat sich gezeigt: Insbesondere die Massnahmen zwischen Löwenkreuzung und der Abzweigung der Luterbachstrasse kommen nicht gut an. Der Kanton möchte dort insbesondere das Trottoir auf zwei Meter verbreitern, um die Sicherheit für Schulkinder und Fussgänger:innen zu verbessern. Dafür müsste er aber auch Land von den angrenzenden Liegenschaften abkaufen. Dies wird in der Mitwirkung stark kritisiert. Ein Teil der Eingaben möchte daher gar keine Massnahmen umsetzen, erklärt der zuständige Projektleiter des Kantons, Joel Zurbuchen auf Anfrage von neo1. Ein zweiter Teil der Eingaben fordere aber genau für diesen Teil einen Velostreifen. Dafür gebe es aber keinen Platz. Da die Meinungen zu diesem Projektparameter so weit auseinander gehen, hat der Kanton beschlossen, das Projekt nochmals zu überarbeiten. Es verzögert sich daher auf unbestimmte Zeit.
Der andere Teil der Krauchthalstrasse, zwischen Lochbachstrasse und Vennershauskurve soll jedoch umgesetzt werden. Dort habe es wenig kritische Stimmen gegeben, so Zurbuchen. Das heisst, basierend auf den Mitwirkungseingaben wird dieses Teilstück nun konkret geplant. Der Kanton will dort die Vennerhauskurve entschärfen und das Tempo drosseln. Damit werde ein bekannter Unfallschwerpunkt verbessert. Zudem wird der Radweg erneuert. Das Projekt soll bis Ende Jahr öffentlich aufgelegt werden, die Bauarbeiten sind für 2028 geplant.
Werbung
