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| Gesellschaft

Post im Wandel: Immer mehr Schalter in Drogerien

Wer kennt es nicht: Ein Brief muss abgegeben oder ein Päckchen abgeholt werden. Natürlich geht es dann meist zur Post. Doch dieses Bild hat sich in den letzten Jahren verändert – und zwar nicht nur im Hinblick auf die Öffnungszeiten, sondern auch, wie und wo man die Dienstleistungen der Post in Anspruch nehmen kann.

Die Schweizer Post hat in den letzten Jahren zahlreiche Filialen geschlossen und reduziert weiterhin ihr Netzwerk. Der Grund dafür ist die immer weiter sinkende Zahl an Briefen und Paketen, da die Digitalisierung und die Nutzung elektronischer Kommunikationsmittel zunehmen.

In vielen Gemeinden ist der klassische Gang zur Postfiliale kein Thema mehr. Doch diese Veränderung sorgt nicht nur für Unmut, sondern auch für viele Diskussionen und alternative Lösungen.

Ein interessantes Beispiel findet sich in Eggiwil, wo die Post ab Mitte Juni in den Dorfladen „Stöckli“ einziehen wird. Dort wird künftig eine Posttheke eingerichtet. Ein Modell, das in der Region nicht ganz neu ist. Beat Fehr, Geschäftsführer der Drogerie Fehr in Biglen, berichtet, dass in seinem Geschäft schon seit acht Jahren ein Postschalter betrieben wird: „Am Anfang war es eine grosse Umstellung, die wir aber erfolgreich bewältigt haben. Für uns ist das Bedienen und Beraten die Kernkompetenz, es ist einfach ein anderes Produkt, das wir am Postschalter verkaufen.“

Daniel Krebser, Inhaber der Drogerie Krebser in Wasen i.E., bestätigt, dass auch in seiner Drogerie seit vier Jahren erfolgreich eine Posttheke integriert ist: „Es ist beides ein Dienstleistungsbetrieb, das geht sehr gut zusammen.“

Auch in Wichtrach gibt es ein ähnliches Modell. Seit vier Jahren betreibt die Drogerie Riesen eine Poststelle, nachdem die Postfiliale in der Gemeinde geschlossen wurde. „Als klar wurde, dass die Filiale zu geht, haben wir das Gespräch gesucht. Da Drogerien oft gute Partner für die Post sind, haben wir uns schnell für diese Lösung entschieden“, erklärt Inhaber Martin Riesen.

Dieses neue Modell zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen der Post und lokalen Geschäften durchaus erfolgreich sein kann. Durch die Integration von Postdienstleistungen in den Alltag der Kunden bieten Drogerien, Läden und andere Geschäfte eine praktische Alternative, die für viele Gemeinden eine wertvolle Lösung darstellt.

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