Werbung
Von Uster im Kanton Zürich ins tiefe Emmental
In jungen Jahren hat es die Ustererin aus dem Kanton Zürich ins tiefe, obere Emmental verschlagen. Zuerst wohnte Heidi Bracher in Langnau, bevor sie mit ihrem Mann Fritz, auf den Hof dessen Eltern, in den Gohlgraben umzog. Heidis Leben war gesäumt von Herausforderungen, mitunter auch Widerständen von aussen. Den Mut und ihren Tatendrang verloren, hat sie deswegen nie!
Heidi empfängt uns mit einem Lachen, als wir sie auf dem Campingplatz Gohl in ihrem kleinen Bijou besuchen. Die Einrichtung ist clever und durchdacht, die Wege kurz, das meiste hat Heidi selber gezeichnet und geplant. So wie sie vieles in ihrem bewegten Leben selber an die Hand genommen hat. Gegenwind - und den gab es öfter - hat sie nie aufhalten können.
Und diesem Durchhaltewillen ist es zu verdanken, dass es in der Gohl heute einen Kindergarten gibt, den Campingplatz, das Restaurant Jägerhaus. Heidi gewährt uns einen Einblick in ein reich befrachtetes Leben, mit Höhen und Tiefen, mit Erfolgen und Rückschlägen. Sie erzählt vom "gotthelfschen" Haus der Schwiegereltern, der Familiengründung, den zahlreichen Projekten. Wie sie ihren mitunter bärbeissigen Ehemann in den Tod begleitet hat. Wie sie immer wieder Mut und Zuversicht geschöpft hat. Und ganz am Schluss des langen Gesprächs resümiert: "Weisch, wes eim z'ring geit im Läbe - de gits de vilich e schwäre Abschluss - u i gloube, dä hani nid!"
Nein, sie bereue keine Entscheidung sagt Heidi Bracher noch, so folgenschwer sie bisweilen auch waren. Eine wunderbare Begegnung mit einer ebensolchen Frau.
Werbung
