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| neo1 Porträt

Pia Lehmann: Von Walkringen ins Outback

Vor zweieinhalb Jahren packte Pia Lehmann ihren Rucksack. Ihr Ziel: eine Anstellung auf einer Farm in Australien. Im Porträt erzählt die 29-Jährige von ihrem Leben auf einer Farm mit 35'000 Tieren und einer Fläche, in der das Emmental gleich sechsmal Platz hätte.

«Ich hatte schon lange den Traum, mal in Australien zu arbeiten», so Pia Lehmann aus Walkringen, «das Land an sich, die Tierwelt, die Weite und die rote Erde, das fasziniert mich alles sehr.» Nach ihrem Agronomie-Studium sah sie die Chance, ihre Leidenschaft fürs Reisen mit ihrem Interesse an der Landwirtschaft zu verbinden. «Eine Stelle auf einer Farm zu bekommen war aber schwieriger als gedacht. Ich wusste, dass gerade im Outback Arbeitskräfte gesucht sind. Aber den australischen Arbeitgebern sind Referenzen sehr wichtig und die hatte ich nicht.» So arbeitete Pia Lehmann zuerst für zwei Monate in Perth in einem Café. Dort lernte sie einen Agronomen kennen, der sie an eine Farm weiterverweisen konnte. Erst durch diesen Kontakt sei sie dann an eine Stelle gekommen.

Leben auf der Station

Für Pia Lehmann ging es für eine Saison auf eine Station im Outback. «Station sagt man zu den Betrieben, die mit Vieh arbeiten», erklärt die 29-Jährige, «um zu meiner Station zu gelangen musste man von der nächsten Stadt erstmal drei Stunden mit dem Auto fahren. Diese Weite und die Landschaft haben mich am Anfang sehr beeindruckt. Da war einfach nichts.» Zur Station gehören 400'000 Hektaren Land und rund 35'000 Kühe. Etwas 35 Personen arbeiten als Team auf dem Betrieb. «Die Station ist wie ein kleines Dorf. Es gibt das Haupthaus, einen Speisesaal, in dem wir immer gemeinsam essen. Für uns wird auch immer gekocht. Am Anfang lebte ich im «Girls House», mit vier anderen Frauen, wie in einer WG. Es gibt auch einen Pool und einen Gärtner. Es ist quasi eine kleine grüne Oase mitten im Outback.»

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