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Nun werden die Pfahlbauten im Inkwilersee vor Bibern geschützt
Die Pfahlbaureste auf der grossen Insel im Inkwilersee sind gefährdet. Biber graben ihre Gänge mitten durch die archäologische Fundstelle, die zum Unesco-Welterbe gehört. Die Kantone Bern und Solothurn greifen nun ein.
Auf der grossen Insel im Inkwilersee gibt es Reste einer Pfahlbauersiedlung. Diese stammen aus der Bronzezeit, also aus der Zeit zwischen 3'800 und 1'000 vor Christus. Die Insel ist eine geschützte archäologische Fundstelle und gehört zum Unesco-Welterbe, wie der Kanton Bern in einer Mitteilung schreibt. Regine Stapfer vom Archäologischen Dienst des Kantons Bern erklärt: "In den letzten Jahren, nachdem die Biber in den Inkwilersee, der im Oberaargau an der Kantonsgrenze zwischen Bern und Solothurn liegt, zurückgekehrt sind, haben wir festgestellt, dass sie die Insel auch nutzen, um ihre Bauten zu errichten. Das Problem ist nun, dass die Tiere unter Wasser durch die Inselböschung graben. Die Gänge des Bibers gehen mitten durch die alten Pfahlbauten hindurch und zerstören sie."
Deshalb reagieren die Kantone Bern und Solothurn jetzt. "Die einzige Möglichkeit ist, den Biber davon abzuhalten, weiterhin Tunnel durch die Fundstelle zu graben. Darum haben wir ein Schutzprojekt ausgearbeitet. Wir legen nun ein Nagetierschutzgitter über die Insel und bis an den Seegrund, sodass die Biber keine Gänge mehr in die archäologische Fundstelle graben können."
Ab Oktober wird auf der Insel gebaut. Der Biber muss aber nicht ganz weg, sagt Regine Stapfer. Am Ufer des Inkwilersees könne er bleiben, und auf einer kleineren Insel im See sei zudem ein Ersatzbau aufgestellt worden.
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