Der Unterstand Haltestelle Gondiswil. (Bild: Google Street View)
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Petition will Abriss der ehemaligen Haltestelle Gondiswil verhindern
Seit 16 Jahren halten im Weiler Haltestelle bei Gondiswil keine Züge mehr. Die BLS will den Unterstand deshalb abreissen. Eine Petition mit knapp 400 Unterschriften will dies verhindern.
Mit dem Abriss würde ein Teil der Bahngeschichte im Oberaargau, Emmental und Luzerner Hinterland verloren gehen, schreibt Jonas Minder, der die Petition gestartet hat. "Es ist ein Teil meiner Kindheit. Und ohne Haltestelle macht der Name des Weilers keinen Sinn mehr", ergänzt der 19-Jährige im Interview mit neo1.
Minder zeigt sich erstaunt über das Interesse an der Petiton. "Es freut mich, dass meine Petition so viel Anklang gefunden hat. Das hätte ich nicht gedacht." Er wolle nun noch weiter Unterschriften sammeln, um sie dann zu gegebener Zeit der BLS zu übergeben.
Investitionen für den Erhalt einer nicht mehr bediente Haltestelle machen keinen Sinn.
"Seit 2009 halten in Gondiswil keine Züge mehr und der Unterstand ist mittlerweile in einem schlechten Zustand und der Erhalt würde Investitionen auslösen, die für eine nicht mehr bediente Haltestelle unternehmerisch nicht sinnvoll sind", erklärt Colin Cuvit, Mediensprecher der BLS. Und das Potenzial für die Haltestelle rechtfertigt aufgrund ihrer Lage und des ländlichen Umfeldes nach wie vor keinen Halt. Es sei daher an der Zeit für den Rückbau. "Wir können die historische Verbundenheit der Petitionäre mit der Haltestelle nachvollziehen, allerdings würde der Erhalt des Unterstands wie erwähnt Investitionen auslösen, die unternehmerisch nicht gerechtfertigt sind."
Im Moment läuft ein Vorprojekt für den Abriss der Haltestelle. Dabei seien Abklärungen zusammen mit der Gemeinde Gondiswil sowie auch mit der Gegnerschaft im Gange, erklärt Colin Cuvit von der BLS weiter. Wann die Haltestelle effektiv aufgehoben wird, ist derzeit noch nicht klar.
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