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| Politik | Verkehr

Petition fordert andere Verkehrslösung für Logistikzentrum Utzenstorf

Das geplante Logistikzentrum in Utzenstorf sorgt aufgrund des erwarteten Mehrverkehrs seit langem für Kritik. Nun fordert eine Petition mit über 500 Unterschriften, dass die Lastwagen nach ihren tatsächlichen Fahrtzielen und nicht nach dem zwischen den Kantonen Bern und Solothurn vereinbarten Verteilschlüssel geführt werden.

Das geplante Logistikzentrum löst künftig täglich rund 300 zusätzliche Lastwagenfahrten aus. Gemäss dem ursprünglichen Umweltverträglichkeitsbericht von 2020 würden rund 80 Prozent des Verkehrs Richtung Gerlafingen/Kriegstetten und 20 Prozent Richtung Utzenstorf/Kirchberg führen. In einem Bereinigungsverfahren einigten sich die Kantone Bern und Solothurn vor einigen Monaten jedoch auf eine Verteilung von 60 Prozent über bernisches und 40 Prozent über solothurnisches Kantonsgebiet.

Die Petition der GLP-Ortsvertretung Utzenstorf kritisiert nun insbesondere, dass Lastwagen mit Zielen wie Zürich, Basel oder Härkingen über Utzenstorf und Kirchberg fahren würden. "Ein angeordneter Umweg", sagt Roger Pfister von der GLP. Dies führe zu zusätzlichen Fahrkilometern, Emissionen und Schwerverkehr im Dorf.

Die Petition verlangt eine Verkehrsverteilung nach den tatsächlichen Fahrtzielen, eine unabhängige Beurteilung, gesicherte Schulwege sowie den gleichberechtigten Einbezug der Gemeinde Utzenstorf. Der Gemeinderat von Utzenstorf steht weiterhin hinter der Lösung den Lastwagenverkehr zu gleichen Teilen auf bernisches und solothurnisches Gebiet zu verteilen, erklärt der Gemeinderatspräsident von Utzenstorf Beat Singer auf Anfrage von neo1. 

Die Sammlung läuft bis zum 18. Oktober. Danach sollen die Unterschriften an die Berner Regierungsrätin Aline Trede übergeben werden.

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