Symbolbild Pause machen (Bild: ddzphoto auf Pixabay)
Werbung
Pause machen
In der Schulzeit ist es die Klingel, die uns anzeigt: Pause machen! Alle 45 Minuten den Kopf kurz durchlüften - das tut gut. Und im Erwachsenenleben? Da kommen Pausen oft zu kurz. Oder wir machen Pausen, in denen wir uns eigentlich nicht wirklich erholen.
Stellen wir uns vor, wir gehen joggen. Dass wir nicht für immer einfach weiter joggen können, dass unser Körper mal eine Pause braucht, ist uns klar. Dass dieselbe Logik auch für unser Hirn gilt, ist vielen jedoch nicht bewusst, sagt Barbara Studer, Neurowissenschaftlerin und Psychologin: «Beziehungsweise wissen viele nicht, was gute Pausen sind für das Hirn. Wenn wir eine mental fordernde Aufgabe hinter uns haben, machen wir Pause, checken in dieser Zeit aber die News oder beantworten Nachrichten. Das ist keine Pause für das Hirn.» Gute Pausen sind laut Barbara Studer immer die, in denen wir gezielt einen Kontrast zur vorherigen Aufgabe setzen. Wer körperlich arbeitet, sollte sich ausruhen, wer am Schreibtisch sitzt, aufstehen, sich strecken und sich bewegen und dem Hirn eine Pause von Informationen gönnen.
Pausen im Profisport
Auch Velorennfahrerin Marlen Reusser aus Hindelbank beschäftigt sich mit dem Thema: «Im Profisport ist es die grosse Herausforderung, die Balance zu finden. Die Balance zwischen Belastung und Erholung. Man will das maximale Training herausholen, braucht aber gleichzeitig das Maximum an Pause. Man ist dauernd in diesem Gleichgewichtsspiel.» Diese Balance, ein Alltag mit Raum für Erholung aber auch für Leistung, wäre ideal. «Nicht, dass mir das immer gelingt», so Marlen Reusser, «aber ich wünsche diese Balance allen. Einen Alltag, in dem alles Platz hat und mit dem man zufrieden ist.»
Werbung
