Bild: Universal Music Switzerland
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Patent Ochsner veröffentlicht Weihnachtslied für Einsame
Mitten im flimmernden Lichtermeer der Vorweihnacht, legt Patent Ochsner einen Song unter den Baum, der dorthin leuchtet, wo es dunkel ist. In Bünes Worten: «Bethlehem isch es Wiehnachtslied für die Einsame».
Heiligabend, Bahnhofsbuffet Thun. Während draussen die Welt glitzert, sitzt Büne Huber drinnen und beobachtet, wie zehn, fünfzehn Menschen allein an ihren Tischen hocken. Irgendwann rücken sie zusammen und beginnen Weihnachtslieder zu singen. Die Geschichten, die den Abend füllen, könnten ein Buch füllen. Am nächsten Tag wird Büne gar zu einer tamilischen Taufe eingeladen. Fast wäre er Patenonkel geworden. Ein skurriler, wundersamer Twist. „Das Leben schreibt eben die Geschichten, die man nicht erfinden kann“, so Büne Huber.
Doch «Bethlehem» erzählt von dem einen, der nicht mitsingt. Der nicht eingeladen wird. Der sitzen bleibt. Still. Abseits. „Ich hatte Tom Waits vor Augen – Lost Souls in einer Beiz, die niemand ruft“, sagt Büne Huber. Musikalisch ist «Bethlehem» typisch Ochsner. Roh, warm, menschlich. «Bethlehem» ist eine melancholische Hymne an jene, die vergessen wurden. Ein Lied für die, die im Neonlicht statt im Kerzenschein sitzen. Und trotzdem ein kleines Stück Himmel finden.
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