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Nicolas Cartier: Der Oberaargauer Weltmeister im Einradhockey
Wenn man an das Wort "Einrad" denkt, kommen den meisten wohl Zirkusartisten oder waghalsige Kunststücke in den Sinn. Doch Einradhockey ist eher unbekannt. Diese Sportart ist die Leidenschaft von Nicolas Cartier aus Graben.
Bereits mit acht Jahren begann Nicolas mit dem Einradfahren. "Anfangs war das gar nicht so einfach", erinnert er sich schmunzelnd. Ein paar aufgeschlagene Knie gehörten dazu, doch nach etwa einem Jahr sass er sicher im Sattel. Und es ging schnell vorwärts: Heute ist Cartier nicht nur ein routinierter Einradfahrer, sondern gehört auch zur Schweizer Nationalmannschaft im Einradhockey.
Einradhockey kombiniert Elemente aus Hockey und Einradfahren. Gespielt wird in Teams von jeweils fünf Spielerinnen und Spielern gegeneinander. Auch wenn der Sport in der Schweiz nicht sehr verbreitet ist, gibt es neben der Schweizer Meisterschaft auch Europa- und Weltmeisterschaften sowie internationale Turniere für Clubs.
Trotz seines Status als "Randsportart" sieht Cartier darin eher eine Chance als ein Problem. "Es hat schon etwas Faszinierendes. Es ist auch schön, dass ich ein etwas aussergewöhnlicherech Hobby als Fussball oder Eishockey habe", sagt er. Und: Immer mehr Menschen entdecken das Einrad für sich. Beim Kunst- und Einradfahrclub ATB Biberist etwa steigen die Mitgliederzahlen kontinuierlich.
Eines der grössten Highlights in der Karriere von Nicolas Cartier ist die Weltmeisterschaft 2024 in den USA. Für den Oberaargauer war es die erste Weltmeisterschaft mit der Nationalmannschaft – und gleich ein voller Erfolg. Mit dem Team holte er den Weltmeistertitel im Einradhockey. Auch in Einzelwettbewerben konnte Nicolas überzeugen. Bei den Rennen über 800 Meter gewann er an der WM die Bronzemedaille.
In der neo1-Sportstory gibt Nicolas Cartier Einblicke in seinen Trainingsalltag. Weiter erzählt der 17-Jährige aus Graben, warum er den Vizeeuropameistertitel höher bewertet als den Weltmeistertitel.
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