Werbung
Neues Schutzkonzept im Sexgewerbe soll Arbeitsstopp aufheben
Mit einem ausgearbeiteten Schutzkonzept fordert Prokore - der nationale Zusammenschluss von Beratungsstellen für Sexarbeitende - eine Aufhebung des Arbeitsverbots im Erotikgewerbe.
In Konsultation mit Sexarbeitenden, Betrieben, Plattformen, Fachstellen und der Aidshilfe Schweiz hat der Verband ein Schutzkonzept für personenbezogene Dienstleistungen mit Körperkontakt im Erotikgewerbe entwickelt und beim Bundesamt für Gesundheit sowie der Verbindungsstelle Zivilgesellschaft eingereicht. Wie bei anderen personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt, die bereits seit dem 27. April gestattet sind, können im Erotikgewerbe Standardschutzmassnahmen eingehalten und umgesetzt werden. Ist Christa Ammann, Fachstellenleiterin XENIA in Bern überzeugt. Deshalb gäbe es unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen keine Notwendigkeit mehr für eine weitere Gewerbebeschränkung. Eine solche sei unverhältnismässig und wiederspreche dem Gleichbehandlungsgebot. Je länger das Verbot andauert, desto mehr Personen werden aus Not illegal arbeiten. Illegale Sexarbeit birgt grosse Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Sexarbeitende und Kund*innen. Fachstellen verzeichnen vermehrt gewalttätige Übergriffe auf Dienstleistungserbringer*innen. Viele Kunden bleiben momentan fern, die Illegalität schafft Platz für kriminelle Strukturen. Deshalb sei es umsowichtiger, dass der Bundesrat eine Lockerung des Arbeitsstopps im Erotikgewerbe bewilligt, so Christa Ammann gegenüber neo1.
Werbung
