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Neue Feuchtwiese soll seltenen Arten Lebensraum zurückgeben
In Konolfingen entsteht ein neues Biodiversitätsprojekt: Ursula und Christian Buri verdreifachen mit diesem Revitalisierungsprojekt auf ihrem Hof die Blumenwiesen, schaffen drei neue Teiche und eine Feuchtwiese im Chonufingermoos. Damit sollen seltene Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum zurückbekommen.
In Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach und dem Amt für Naturförderung des Kantons Bern entstand die Vision einer Feuchtwiese in der Storchematt. Das Chonufingemoos war bis ins 19. Jahrhundert ein Überschwemmungs- und Moorgebiet. Zwei Meliorationen verwandelten das Sumpfgebiet in das heutige, drainierte Ackerland. Damit verschwanden die feuchtigkeitsliebenden Pflanzen und Tiere. Ab dem Jahr 2027 wollen Ursula und Christian Buri ein ganzes Drainagefeld wieder stauen und vernässen und damit feuchteliebenden Pflanzen und Tieren einen Teil ihres verlorenen Lebensraums zurückgeben. "Biodiversität war uns schon immer sehr wichtig. Das Projekt "Revitalisierung Storchematt" ist eine Herzensangelegenheit", so Christian Buri.
Die neue Feuchtwiese soll auch für Zugvögel eine wichtige Rolle spielen. "Es ist bekannt, dass die Zugfügel über das Chonufingermoos ziehen. Wenn sie dabei unsere Feuchtwiese sehen, machen sie hoffentlich Rast bei uns", erklärt Ursula Buri. Neben der Feuchtwiese sind drei neue Teiche geplant. Sie sollen Lebensraum für verschiedene Amphibien und Reptilien schaffen. Zusätzlich werden die Blumenwiesen auf dem Hof mehr als verdreifacht. Damit sollen Insekten und weitere Tierarten gefördert werden. "Mit den neuen Teichen möchten wir Lebensraum für Erdkröten, Geburtshelferkröten, Bergmolche und Ringelnattern schaffen", erklärt Ursula Buri.
Mit dem Revitalisierungsprojekt geht Land für den Bauernbetrieb von Buris verloren. "Wir können natürlich nichts mehr anbauen und verlieren somit Futter für unsere Tiere", sagt Christian Buri. "Für die Biodiversität nehmen wir das aber gerne in Kauf. Das Land war sowieso immer sehr nass und sumpfig. Die Bewirtschaftung gestaltete sich also schwierig". Deshalb sei die Umgestaltung gut verkraftbar für den Biohof Winkel. Auch finanziell.
Die Vogelwarte Sempach unterstützt das Projekt fachlich und finanziell. Livio Rey erklärt: "Die Vogelwarte hat ein Projekt, mit dem wir Aufwertungsprojekte unterstützen. Es ist natürlich toll, wenn vor Ort Leute sind, die sich für die Artenvielfalt einsetzen und etwas machen wollen. Da sind wir gerne dabei." Die Arbeiten für die Revitalisierung haben begonnen. Ab 2027 soll die neue Feuchtwiese verschiedenen seltenen Arten wieder einen Lebensraum bieten.
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