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Neue Ausstellung im Kunstmuseum Bern zeigt Werke von Franz Gertsch
Das Kunstmuseum Bern präsentiert in der Ausstellung „Franz Gertsch. Blow-Up Part I” den Berner Pionier des Fotorealismus und Meister des modernen Holzschnitts. Die Vernissage der neuen Ausstellung findet am Donnerstag statt.
Franz Gertsch fotografierte beispielsweise Magazinseiten mit Fotos von Bob Dylan oder Mick Jagger und projizierte die Dias auf die Leinwand. Aus den vergrösserten Vorlagen (Blow-Up) Vorlagen entstanden detailgetreue, monumentale Werke. Aus der Distanz wirken seine Werke wie fotografische Realität, aus der Nähe hingegen lösen sie sich in abstrakte Malerei auf. Nun sind die Werke des Berner Künstlers im Kunstmuseum Bern ausgestellt.
Die Ausstellung ist zweigeteilt: Auf den ersten Teil im Kunstmuseum Bern folgt ab dem 19. September der zweite Teil im Museum Franz Gertsch in Burgdorf. Sie wurde vom dänischen Louisiana Museum of Modern Art in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler und seiner Familie entwickelt.
Gertschs Werke stellen die Frage: Wo beginnt die Wahrheit in einem Bild? "Für Gertsch garantierte die Fotografie Realität, die Malerei hingegen Wahrheit", erklärte Kunstmuseums-Kuratorin Kathleen Bühler am Mittwoch vor den Medien.
Franz Gertsch habe ein gigantisches, aber zahlenmässig schmales Werk hinterlassen, so Bühler. Vor 1969 entstanden rund 45 Werke und nach 1969 bis zu seinem Tod im Jahr 2022 waren es 82 Werke. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Überblick über sechs Jahrzehnte seines künstlerischen Schaffens. Das Kunstmuseum Bern konzentriert sich ausschliesslich auf Malerei. Es zeigt das Frühwerk bis zu den Porträts der Siebzigerjahre sowie das Spätwerk ab den Nullerjahren.
Das Museum Franz Gertsch in Burgdorf setzt seinen Schwerpunkt bei ausgewählten Gemälden aus den Jahren 1970 bis 2022, mit besonderem Fokus auf die Modelle Patti Smith, Luciano Castelli und Irene Staub. Zudem werden Frauenporträts und Naturdarstellungen in Gemälden und Holzschnitte gezeigt. (sda/neo1)
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