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Netto-Null – als langfristiges Ziel für die kantonalen Bauten

Nach dem Klimagipfel in Glasgow will der Kanton Bern seine bisherigen Anstrengungen im Bereich des nachhaltigen Bauens weiter verstärken. Der Kanton informierte im Rathaus Bern, wo der Kanton bei seinen Bauten bezüglich Klimaschutz steht, was Netto-Null für künftiges Bauen bedeutet, was es kostet und wie es finanziert werden soll.

Wie Lorenz Held, der Amtsvorsteher des Amts für Grundstücke und Gebäude bei der Eröffnung darlegte, ist der Kanton bisher in Sachen Klimaschutz und Bauten nicht untätig gewesen. Der Kanton orientiert sich seit längerem an den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft. Mit Energieeffizienz, dem Einsatz erneuerbarer Energien und der Verwendung von emissionsarmen Baustoffen werden natürliche Ressourcen und Klima geschont. Die Gebäude des Kantons Bern sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Langsamverkehr gut erreichbar.

Mit dem Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch erneuerbare Energieträger, dem Bau von Photovoltaikanlagen, dem Einsatz von effizienten Anlagen und Geräten und dem klimabewussten Gebäudebetrieb konnte der Kanton die CO2-Emissionen im kantonalen Gebäudebestand nachhaltig senken – seit Beginn des Monitorings im Jahr 2004 um 50 Prozent.

Es bleibt noch viel zu tun und das kostet

Der Kanton Bern will bis 2050 klimaneutral werden. Dies hält der neue Klimaschutz-Artikel fest, den die Stimmberechtigen des Kantons Bern am 26. September dieses Jahres angenommen haben. Das dies nicht ohne Mehrkosten geht, müsse sich von selbst verstehen, sagt Lorenz Held: "Das Thema der Baukosten ist zu Recht ein Thema. Es wäre nicht die Wahrheit, wenn wir dies verschweigen würden. Es ist teurer beim Bauen, dafür ist dann der Unterhalt der Bauten günstiger." Diese Einsparungen seien massiv und am Ende eben entscheidend, so Held.

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