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neo1 i dim Dorf - Zielebach
Die Sommerserie "neo1 i dim Dorf" macht Halt in Zielebach. Die kleine Gemeinde im untersten Zipfel des Emmentals zählt rund 330 Einwohnerinnen und Einwohner und grenzt direkt an den Kanton Solothurn. Trotz der Lage am Rand des Kantons fühlen sich die Menschen hier klar mit dem Emmental verbunden.
Marianne Brügger, Gemeinderätin und Reto Frei, Vizepräsident des Vereins Dorffescht Zielebach leben seit vielen Jahren im Dorf und schätzen vor allem die besondere Lage. "Wir sind stolz, dass wir noch Berner sind", sagte Marianne Brügger. "Wir haben zwar nicht wirklich den reinen Berner Dialekt, aber wir sind Berner und auch Emmentaler." Dass die Bevölkerung diese Verbundenheit lebt, zeigte sich auch bei einer früheren Abstimmung. "Da sagten alle: Nein, wir wollen keine Solothurner Autoschilder", erzählt Brügger schmunzelnd.
Bekannt ist Zielebach unter anderem für seine eigene Quelle, die der Gemeinde gehört. "Ich hatte noch nie so gutes Trinkwasser wie hier", schwärmt Reto Frei. Ebenfalls prägend sind die zahlreichen historischen Hochstudhäuser, die mit ihren weit heruntergezogenen Dächern das Dorfbild prägen und in dieser Dichte in der Region kaum mehr zu finden sind.
Ein wichtiger Treffpunkt für das Dorf ist das jährliche Dorffescht. Organisiert wird es vom Verein Dorffescht Zielebach. "Unsere Bratkartoffeln sind mittlerweile Tradition. Pommes gibt es schliesslich überall", erklärt Reto Frei. Für Unterhaltung sorgen verschiedene Spiele. Besonders beliebt sei das Melkstuhl-Curling, bei dem ein umgedrehter Melkstuhl möglichst weit über eine Holzplatte geschoben wird.
Als kleine Gemeinde am Rand des Emmentals müsse Zielebach immer wieder für seine Anliegen kämpfen. "Wir setzen uns schon lange für eine Busverbindung nach Wiler bei Utzenstorf ein. Momentan gibt es nur eine Verbindung nach Solothurn. Da bleiben wir hartnäckig", sagt Marianne Brügger.
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