Werbung
Historischer Sieg für die Grünen - auch in Bern und Luzern
Die Grünen haben bei den Nationalratswahlen einen historischen Sieg errungen. Gemäss der Hochrechnung von gfs.bern im Auftrag der SRG gewinnen die Grünen 16 Sitze und kommen neu auf 27 Sitze. Die Grünliberalen gewinnen 8 Sitze und kommen auf 15 Sitze.
Die Grünen haben damit den bisherigen Rekord der SVP gebrochen, die im Jahr 1999 15 zusätzliche Sitze geholt hatte. Die SVP verliert 11 Sitze und kommt noch auf 54 Sitze. Die SP muss den Verlust von 4 Sitzen hinnehmen und kommt noch auf 39 Sitze. Die FDP hat nach dem Verlust von 4 Sitzen noch 29 Sitze.
Die CVP – von den Grünen überholt – kommt nach dem Verlust von 2 Mandaten noch auf 26 Mandate. Die BDP verliert 4 Sitze – und hat mit den 3 verbleibenden Sitzen keine Fraktionsstärke mehr.
13 Prozent Wähleranteil
Ihren Wähleranteil können die Grünen gemäss der zweiten Hochrechnung um 5,9 Prozentpunkte auf 13 Prozent steigern. Die Grünliberalen legen um 3 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent zu. Stärkste Kraft bleibt die SVP. Sie verliert aber 3,8 Prozentpunkte und kommt noch auf 25,6 Prozent – weniger als im Jahr 2011.
Ein Teil der Gewinne der Grünen geht auf Kosten der SP. Die SP verliert 2,3 Prozentpunkte und erreicht noch 16,5 Prozent, die FDP verliert 0,9 Prozentpunkte und kommt auf 15,5 Prozent. Die CVP verliert nur leicht, um 0,2 Prozentpunkte. Sie kommt noch auf 11,8 Prozent. Die BDP erreicht bei einem Minus von 1,7 Prozentpunkten 2,4 Prozent.
Bern: Gewinne für die Grünen, Verluste für SVP und SP
Im Kanton Bern erobern die Grünen zwei Nationalratssitze, die Grünliberalen und die EDU je einen Sitz. Verlierer sind die SP (-2), die SVP (-2) und die BDP (-1), wie die Staatskanzlei bekanntgab. Der Kanton Bern stellt neu 24 Nationalräte (bisher 25).
Abgewählt wurde der bisherige SP-Nationalrat Adrian Wüthrich, der Huttwiler konnte seinen Sitz nicht halten. Dafür ist der Oberaargau im Nationalrat neu von Christine Badertscher vertreten. Die Madiswilerin wurde für die Grünen gewählt.
Gewählt sind von der SVP:
Albert Rösti, Werner Salzmann, Andreas Aebi, Nadja Pieren, Erich von Siebenthal, Erich Hess und Andrea Geissbühler.
Von der SP:
Nadine Masshardt, Flavia Wasserfallen, Tamara Funiciello und Matthias Aebischer.
Von der BDP:
Beatrice Simon und Lorenz Hess
Von der FDP:
Christa Markwalder und Christian Wasserfallen
Von den Grünen
Regula Rytz, Aline Trede, Kilian Baumann und Christine Badertscher
Von der GLP:
Katrhin Bertschy, Jürg Grossen und Melanie Mettler
Von der EVP:
Marianne Streiff
Von der EDU:
Andreas Gafner
Im Kanton Luzern verlieren die SVP und die FDP, die GLP gewinnt
Die neun Luzerner Nationalratssitze sind besetzt: Die CVP kann ihre drei Sitze halten, die SVP verliert einen und hat neu noch einen Sitz, ebenso wie die FDP. Die Grünen und die SP haben beide wieder je einen Sitz und die GLP gewinnt einen Sitz und ist neu für Luzern im Nationalrat vertreten.
SVP (2 Sitze, -1)
Franz Grüter (bisher), 40`468 Stimmen
Yvette Estermann (bisher), 32`217 Stimmen
FDP (1 Sitz, -1)
Albert Vitali (bisher), 28`325 Stimmen
SP (1 Sitz, +/-0)
Prisca Birrer-Heimo (bisher), 31`363 Stimmen
Grüne (1 Sitz, +/-0)
Michael Töngi (bisher), 21`264 Stimmen
GLP (1 Sitz, +1)
Roland Fischer (neu), 10`982 Stimmen
Weitere Berichte zu den Ständeratswahlen:
Luzerner Ständerat Damian Müller wiedergewählt
Bern: zweiter Wahlgang wird über Ständerat entscheiden
Werbung
