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| Gesellschaft

Nationaler Trauertag nach Brandkatastrophe in Crans Montana

In der Schweiz steht die nationale Trauerfeier am Freitag an. Bei der offiziellen Zeremonie in Martigny im Wallis werden über 1000 Gäste erwartet. Die Landesregierung wird vertreten von Bundespräsident Guy Parmelin, Aussenminister Ignazio Cassis, Justizminister Beat Jans sowie Bundeskanzler Viktor Rossi.

Bis Mittwoch kündigten 30 Staaten ihre Teilnahme an, darunter Italien mit Präsident Sergio Mattarella und Frankreich mit Staatspräsident Emmanuel Macron. Luxemburg wird durch Grossherzog Henri, Belgien durch Premierminister Bart De Wever und Serbien durch Aussenminister Marko Djuric vertreten sein.

Zudem werden alle Landeskirchen und weitere Vertretungen der Religionen an der Gedenkzeremonie teilnehmen. Um 14 Uhr läuten schweizweit die Kirchenglocken, und die Gotteshäuser stehen offen. Zeitgleich ist eine Schweigeminute vorgesehen.

Auch die Regionalradios informieren, zeigen Solidarität

Über 40 Sender strahlen um 14 Uhr zeitgleich „Angel“ von Sarah McLachlan aus – ein stilles Zeichen des Mitgefühls.
Wir erinnern uns an die Verstorbenen, denken an die Verletzten und danken allen, die seit der Tragödie helfen und unterstützen.
Radio verbindet – heute besonders

Am Gedenktag werden sich auch die Schweizerischen Bundesbahnen beteiligen, wie sie am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilten. Auf die Schweigeminute werde unter anderem mit Durchsagen in Zügen hingewiesen. In Basel lädt der Regierungsrat zum Gedenken auf den Marktplatz, in Zürich wird der Stadtrat die Schweigeminute auf dem Münsterhof abhalten.

Auch Bernmobil zeigt Anteilnahme

Die Trams und Busse von Bernmobil werden am Freitag um 14 Uhr für 20 Sekunden stillstehen. Damit wollen die Stadtberner Verkehrsbetriebe ihre Anteilnahme für die Opfer und Betroffenen der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS ausdrücken.

Alle Fahrzeuge sollen an einem sicheren Ort anhalten und den Warnblinker einschalten, wie Bernmobil am Donnerstag mitteilte. Die Fahrgäste seien eingeladen, während des Stillstands der Opfer zu gedenken.

Kantonsweit beteiligen sich zahlreiche Gemeinden am nationalen Trauertag. Ab 14 Uhr läuten zudem die Kirchenglocken während fünf Minuten.

Trauermarsch im Berner Jura

Im bernjurassischen Valbirse ist ein Trauermarsch geplant. Reden sind keine vorgesehen. Im Schulhaus Malleray wird eine Botschaftsbox aufgestellt; zudem werden 40 Kerzen im Gedenken an die Opfer angezündet und 116 Rosen für die Verletzten niedergelegt.

Organisiert wird die Veranstaltung von der Primarschule Valbirse und der Sekundarschule Bas de la Vallée. Unterstützung kommt von den Schulkommissionen und vom Gemeinderat.

Thema an den Schulen

Auch an anderen Berner Schulen wird das Unglück thematisiert, wie der Kanton Bern auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Die Schulen sollen Raum für Anteilnahme und gemeinsame Verarbeitung bieten können.

Der Regierungsrat äusserte in einer Stellungnahme seine tiefe Betroffenheit über das Unglück. Die Berner Fahne weht seit Anfang Jahr auf dem Rathaus auf Halbmast. An der offiziellen Trauerfeier am Freitag in Martigny wird Regierungspräsident Christoph Neuhaus den Kanton Bern vertreten.

An der Schweigeminute um 14 Uhr beteiligt sich auch die bernische Kantonsverwaltung; Mitarbeitende sind eingeladen, für einen Moment innezuhalten.

Beim verheerenden Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana kamen 40 Menschen ums Leben, 116 weitere wurden grösstenteils schwer verletzt. Unter den Opfern befanden sich zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene. Der Brand wurde höchstwahrscheinlich von Wunderkerzen ausgelöst, welche die Lärmschutzdecke der Bar aus Schaumstoff in Brand setzten. (sda)

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