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Nationaler Tag der Organ- und Gewebespende
"I schänke dir mis Härz" - so heisst die aktuelle Werbekampagne des nationalen Tages der Organs- und Gewebespende. "Wichtig ist nicht ob sie für oder gegen eine Organspende sind, wichtig ist nur, dass sie sich entscheiden und es kommunizieren", so Dr. Franz Immer, Herzchirurg am Inselspital in Bern und Präsident der Stiftung Swisstransplant.
Auf der einen Seite sind die Angehörigen, die in einer schlimmen Situation eine schwierige Entscheidung treffen müssen. Auf der anderen Seite ist ein Mensch, der auf einer Warteliste auf ein lebenswichtiges Organ wartet. Die Organspende kann Leben retten und sei oftmals auch kein Problem, so Dr. Franz Immer. "Häufig ist es jedoch so, dass die Angehörigen sich dagegen entscheiden, weil sie den Wunsch der verstorbenen Person nicht kennen". Mit einem Organspendeausweis wurde bereits gegen dieses Problem vorgegangen. Nun können wir uns auch online mit unserem Wunsch registrieren.
Der Entscheid selbst und nicht das Ja oder Nein sind auch Gabriela Herzig aus Röthenbach wichtig. Die 52-jährige bekam vor fast drei Jahren eine Niere transplantiert. "Auf dieser Warteliste bist du einfach 24/7 auf Abruf. Ich habe mir überlegt wo gehe ich hin und habe ich dort Handyempfang. Ich habe nur auf diesen Anruf gewartet", erzählt Gabriela im Gespräch mit neo1. Und dann kam dieser Anruf und hat Gabriela das Leben gerettet. "Es ist ein riesengrosses Gefühlschaos, auf der einen Seite bist du traurig, weil ein Mensch gestorben ist, auf der anderen Seite könntest du schreien vor Erleichterung", beschreibt Gabriela das unbeschreibliche Gefühl. Sie ist unglaublich dankbar um ihre Spenderniere und froh, dass diese so gut funktioniert. "Es spielt keine Rolle ob ihr Organe spenden wollt oder nicht, aber entscheidet euch. Nicht das mögliche Organe nicht gespendet werden, weil die Angehörigen unter Druck nicht entscheiden wollen oder können".
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