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Nationaler Clean-Up Day auch in der Region
Die Pandemie hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Homeoffice statt Team-Building, Gesichtsmaske statt Lippenstift und Abfallhaufen statt Palmenstrand. Die Littering-Situation, die sich in den letzten Jahren positiv entwickelt hat, verschlechtert sich seit Beginn der Pandemie vielerorts wieder. Es ist Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Das finden auch Zehntausende von Helfenden, die heute und morgen die Schweiz im Rahmen des nationalen IGSU Clean-Up-Days von Abfall befreien.
Sie befreien die Natur von mehreren Tonnen Littering: Kinder und Seniorinnen, Schüler und Lehrerinnen, Vereinsmitglieder und Gemeindemitarbeitende, Angestellte und Geschäftsführerinnen – sie alle haben genug von herumliegendem Abfall und setzen am nationalen IGSU Clean-Up-Day von heute und morgen gemeinsam ein Zeichen gegen Littering und für eine saubere Umwelt. «Die Natur hat in den letzten Monaten genug gelitten. Es ist Zeit für eine Kehrtwende», so IGSU-Geschäftsführerin Nora Steimer.
Vom Schulhaus auf den Gletscher
Bereits zum dritten Mal hat sich heute die Schule Hegifeld aus Winterthur ZH am Clean-Up-Day beteiligt. Die Schülerinnen und Schüler sammelten rund 300 kg Abfall ein und nahmen an Umweltworkshops teil. Das Schulhaus Bümpliz Höhe in Bern hat den gefundenen Abfall nach Material und Farben sortiert und daraus ein Kunstwerk gestaltet. Im Tessin haben sich die Schulen der Gemeinden Morbio Inferiore und Vacallo gemeinsam mit ihren Kindergartenkindern, Schülerinnen und Schülern auf die Suche nach Littering gemacht. Und in Samedan GR organisiert morgen eine Studentin der Engadiner Fachschule für Tourismus eine Exkursion über Pers- und Morteratschgletscher: Nachdem sich die Teilnehmenden auf der Bergstation der Diavolezza Vorträge über die Auswirkung des Klimawandels auf die Gletscher informieren konnten, machen sie sich in Begleitung von Bergführern auf eine Gletscherwanderung mit dem Ziel, möglichst viel Abfall einzusammeln. Es gibt unter anderem auch Aktionen in Wichtrach, Münsingen, Burgdorf, Herzogenbuchsee oder auch Utzenstorf.
Vom Büro auf die Strasse
Die Primarschulen in Rheinfelden AG erhalten bei ihrer Aufräum-Aktion auch dieses Jahr Unterstützung des städtischen Werkhofs und der Feldschlösschen Getränke AG. Wie in Rheinfelden beteiligen sich schweizweit zahlreiche Unternehmen an Aufräum-Aktionen oder stellen eigene Aktionen auf die Beine. So engagieren sich neben erfahrenen Clean-Up-Day-Teilnehmenden wie Coca-Cola, UBS, McDonald‘s Schweiz, SBB, Johnson & Johnson oder WWF dieses Jahr unter anderem auch die Bootsreinigungsfirma malLalonde, die Jabil Switzerland Manufacturing GmbH oder die Bayer Schweizer AG, die in Zürich und Basel für saubere Strassen sorgt.
Bewegung gegen Littering
Der nationale Clean-Up-Day wird seit 2013 von der IGSU organisiert und mobilisiert jedes Jahr mehrere zehntausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Er ist Teil des World Cleanup Days, der dieses Jahr am 18. September stattfindet und an dem sich weltweit über 180 Länder aktiv beteiligen. Um die Gesundheit der Teilnehmenden zu schützen, hat die IGSU den Organisatoren im Vorfeld Schutzempfehlungen im Zusammenhang mit Covid-19 zur Verfügung gestellt. Im September 2021 haben sich schweizweit schätzungsweise 45‘000 Personen an rund 600 Aktionen beteiligt. Unterstützt wird der Aktionstag vom Bundesamt für Umwelt BAFU, dem Schweizerischen Verband Kommunale Infrastruktur SVKI und von der Stiftung Pusch. (neo1 / MM)
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