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Ursenbacher Bernhard Heiniger kämpft um Rückkehr seiner Tochter

Vor vier Jahren ging die Mutter von Moara mit ihrer Tochter nach Brasilien. Und kam nicht mehr zurück. Seither versucht ihr Vater Bernhard Heiniger, der das alleinige Sorgerecht hat, seine Tochter zurück in die Schweiz zu holen. Der Hoffnungsschimmer: Das brasilianische Gericht ist jetzt an ihrem Fall dran.

Moara war ab 2018 bei der Familie Heiniger in Ursenbach Zuhause und ging dort zur Schule. Die Wochenenden verbringte sie bei Ihrer Mutter. Die Obhut war beim Vater, das Sorgerecht teilten sich die Eltern damals noch. Seit 2019 hat Bernhard Heiniger jedoch das alleinige Sorgerecht. Nach sechs Verhandlungsjahren traf das Gericht diesen Entscheid. Im April 2018 durfte Moara mit Ihrer Mutter nach Brasilien in die Ferien, um Ihre brasilianische Familie wieder einmal sehen zu können. Von dort kam sie aber nicht mehr zurück.

Kontakt abgebrochen

"Ich konnte weder Moara, noch ihre Mutter, noch ihre Familie erreichen. Deshalb mussten wir die notwendigen Schritte einleiten", erzählt Bernhard Heiniger. Das bedeutet: Er erstattete Anzeige wegen Kindesentführung und reichte einen Rückführungsantrag ein. Da die Mutter kein Zeichen von Kooperation zeigte, habe er keine andere Möglichkeit gesehen. Seit vier Jahren versucht Bernhard Heiniger, Moara zurück in die Schweiz zu holen oder zumindest einen Entscheid vom Gericht zu haben. "Ich habe Berichte übersetzt, Schreiben verfasst, telefoniert und versucht an Informationen zu gelangen, wie es ihr geht." Dies war zwischenzeitlich sogar möglich. Die Mutter liess den Kontakt zu Moara zu. "Leider stellte sich danach heraus, dass die Mutter dadurch an Geld kommen wollte. Wenn ich nicht bedingungslos auf ihre Forderungen einging, brach sie den Kontakt wieder ab."

Entscheid in Sicht

Nach vier Jahren geht es jetzt vorwärts. Das Gericht in Brasilien ist an ihrem Fall dran. Es besteht deshalb immer noch die Chance, dass die jetzt 12- jährige Moara wieder in die Schweiz zurück kommen darf. Das Ziel von Bernhard Heiniger ist eine Rückführung via Haagerübereinkommen. Bei diesem Verfahren hilft die Justizbehörde in Bern bei der Kommunikation mit den Behörden in dem Land, in welches das Kind entführt wurde.

Crowdfunding gestartet

In den vier Jahren sind für die Familie Heiniger einige Kosten angefallen. "Durch Anwälte, das Übersetzen von Dokumenten, Berichten und Lohnausfällen haben sich Kosten von über 27'000 Franken angehäuft. Jetzt sind unsere Reserven aufgebraucht." Sie hofften, die Kosten selber tragen zu können, so Bernhard Heiniger. Dies sei jetzt nicht mehr möglich. Deshalb startete er ein Crowdfunding. Die erhofften 9'000 Franken für die Gerichtskosten von diesem Januar bis März wurden weit übertroffen. Auch wenn das Crowdfunding noch läuft, sind schon über 16'000 Franken zusammen gekommen. Dies habe er nicht erwartet: "Wir danken von Herzen für die Solidarität. Es ist schön zu spüren, dass wir nicht einfach falsch liegen."

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