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Mehr See- und Aarezugänge in Thun
In Thun soll es mehr Möglichkeiten geben in oder aus der Aare zu steigen. Dies fordert eine Petition mit über 500 Unterschriften. Der Gemeinderat von Thun möchte mehr Möglichkeiten schaffen, heisst es in einer Antwort auf die Petition.
In Thun gehören die See- und Aareschwimmenden sowie Surfer oder Badende, welche von den Brücken in die Aare springen, seit vielen Jahren zum Stadtbild. Urban Swimming, das Schwimmen und Treibenlassen in Flüssen mitten durch die Städte, ist ein Phänomen, welches in vielen Städten verbreitet ist. Die klimatisch bedingt längeren Sommer mit höheren Temperaturen haben zur Verbreitung dieses Trends beigetragen.
Im Rahmen einer ersten Prüfung hat das Tiefbauamt als zuständige Abteilung Ihre Eingabe und die Plangrundlage der Standorte für die Ein- und Ausstiege sowie für die Badeinseln verschiedenen kantonalen Ämtern und weiteren involvierten Stellen zur Stellungnahme vorgelegt. Aufgrund dieser Rückmeldungen und der Einschätzung der städtischen Stellen schreibt die Stadt Thun in einer Antwort, dass der Gemeinderat das Anbringen von zusätzlichen Ein- und Ausstiegstellen im Bereich des Perimeters Bächimatte bis Thunerhof prüft und weiter abklären lässt. Badeinseln werden allerdings nicht möglich sein. Sämtliche baulichen Veränderungen im Bereich des See- oder Aareufers sind baubewilligungspflichtig. Das Tiefbauamt, als zuständige Fachabteilung, wurde vom Gemeinderat beauftragt, das Geschäft weiter zu bearbeiten und die Machbarkeit für den genannten Perimeter bis Ende Jahr zu prüfen. Aufgrund der Baubewilligungspflicht und des nötigen Baubewilligungsverfahren kann eine Realisierung nicht bereits auf Sommer 2021 erfolgen.
Das Anbringen von Ein- und Ausstiegstellen auf der linken Seeeinmündungs- resp. Aareseite wird die Stadt Thun aber aus Sicherheitsgründen nicht weiterverfolgen. Es gibt zu viele Gefahren und negative Aspekte wie z.B. Konflikte mit der Schifffahrt, wechselnde Strömungen, Widerwasser, Steuerung von Entlastungsstollen und Schleusen, welche sich auf die Schwimmenden auswirken können, heisst es weiter. Der
Gemeinderat sei sich bewusst, dass auch das linke Aareufer zum Baden und Schwimmen einlädt. Die Sicherheitsaspekte und die grossen Bedenken von verschiedenen Fachstellen gehen aber für die Stadt vor.
Jürg Bührer vom Petitions-Komitee ist zufrieden mit der Antwort des Gemeinderates. "Wir möchten die Stadt Thun auch aufwerten. Das Bedürfnis nach dem Schwimmen im Stadtgebiet ist gross", so Bührer im Interview mit neo1. (pd / neo1)
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