Symbolbild (Pixabay/PollyDot)
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Mehr Honig von Schweizer Bienen
Die Schweizer Imkerinnen und Imker können auf ein aussergewöhnlich gutes Honigjahr zurückblicken: 23,6 Kilogramm Honig pro Bienenvolk, das sind rund 47 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies zeigen aktuelle Zahlen von Apisuisse, dem Dachverband der Schweizer Imkerei. Grundlage bildet eine Umfrage bei über 800 Imkerinnen und Imkern mit Ertragsdaten von 1200 Bienenständen und rund 9800 Bienenvölkern.
Trotz eines verregneten Julis war das Bienenjahr insgesamt erstaunlich günstig. Der Frühling begann früh, warm und sonnig; vielerorts setzte die Obstblüte schon Ende März ein – bis zu zehn Tage früher als im langjährigen Mittel. Ein trockener Mai, ein heisser Juni und ein weiterer warmer August sorgten dafür, dass die Bienen während grosser Teile des Jahres reichlich Nektar fanden.
Grosse Unterschiede zwischen den Regionen
Besonders fleissig waren die Bienen im Jura: Mit durchschnittlich 38,4 Kilogramm Honig pro Volk erreichte die Region den nationalen Spitzenwert. Dahinter folgen Neuenburg (33,8 kg), Luzern (29,2 kg) und Bern (28,6 kg).
Zur gesamten Schweizer Honigproduktion gibt es keine offiziellen Zahlen, da viele Imkerinnen und Imker hobbymässig arbeiten. Geht man jedoch von rund 180'000 Bienenvölkern im Land aus, ergibt sich eine geschätzte Gesamtmenge von mehr als 4200 Tonnen Honig. "In unserer Region gab es dieses Jahr viel Weisstannenhonig", erzählt Peter Lehmann vom Bienenzuchtverein Oberemmental. Die Wetterbedingungen seien für diesen sehr gut gewesen.
Viel Honig – aber keine Entwarnung
Trotz des erfreulichen Ergebnisses mahnt Martin Schwegler, Zentralpräsident von BienenSchweiz, zur Vorsicht. "Die gute Ernte bedeute keinesfalls, dass es den Bienen gesundheitlich besser gehe", sagt Schwegler. Nach wie vor seien Imkerinnen und Imker zentral für das Überleben der Bienenvölker.
Varroamilben bleiben eine permanente Gefahr
Seit über 20 Jahren bedrohen Varroamilben die Schweizer Bienenvölker. «Es braucht weiterhin konsequente Behandlungen», betont Schwegler. Eingesetzt werden organische Säuren – ohne diese würden die Bienen sterben. Wild lebende Bienenvölker hätten praktisch keine Chance zu überleben.
Neue Bedrohung: Die asiatische Hornisse breitet sich aus
Zusätzlich zu den Milben sorgt eine invasive Art für wachsende Sorgen: die asiatische Hornisse. Sie attackiert Bienen und andere Insekten und verbreitet sich derzeit rasch – besonders in der Westschweiz und zunehmend im Mittelland. Eine Ausdehnung bis in die Ostschweiz sei nur noch eine Frage der Zeit.
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