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Meditation: Ein Training für mehr Achtsamkeit

Meditation und Achtsamkeitsübungen tun uns Menschen gut. Wir können lernen, besser mit Stress umzugehen, lernen welche Denkmuster uns begleiten und sind fokussierter. Regelmässiges Meditieren kann sogar unsere Hirnstruktur verändern. Obschon wissenschaftliche Studien dies belegen, gibt es immer noch Vorurteile und Berührungsängste mit dem Thema Meditation.

Ein Mönch sitzt im Schneidersitz auf einem grünbewachsenen Berg, die Hände im Schoss. Er hat die Augen geschlossen und hat sich schon seit einer Stunde nicht bewegt. Das ist häufig das Bild, welches wir vor unserem inneren Auge haben, wenn jemand von Meditation spricht. «Meditation kann aber ganz Vieles sein. Wir können im Sitzen meditieren, im Liegen, im Stehen oder auch in der Bewegung, im Gehen zum Beispiel», erzählt Nathalie Peyer. Sie ist Achtsamkeitslehrerin und leitet MBSR-Kurse in Burgdorf. «Es gibt viele verschiedene Meditationen. Was sie alle gemeinsam haben: Es ist immer eine Übung für den Geist. Für eine begrenzte Zeit nimmt man sich vor, über etwas zu meditieren.»

Meditation ist nicht immer spirituell

Ein weiteres Vorurteil, welches sich hartnäckig hält, ist, dass Meditation immer etwas mit Religion oder Spiritualität zu tun hat. Das kann der Fall sein, muss aber nicht. Ein Beispiel für eine säkulare Meditation ist das MBSR-Programm. MBSR steht für «Mindfulness-Based Stress Reduction». Auf Deutsch: Achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung. Dieses Programm wird auf der ganzen Welt durchgeführt. Durch MBSR können Teilnehmende mit verschiedenen Meditationen Achtsamkeit üben. Auch Nathalie Peyer von Burgdorf leitet solche Kurse: «Meditation ist quasi die Trainingseinheit für Achtsamkeit. Dadurch fällt es uns auch im Alltag einfacher, achtsam zu sein. In dem wir uns bewusst machen, dass wir nur im Hier und Jetzt sind und auch nur im Hier und Jetzt handeln können, können wir besser mit stressigen oder schwierigen Situationen umgehen.»

Meditation kann unsere Hirnstruktur verändern

Da das MBSR-Programm überall auf der Welt gleich durchgeführt wird, können die Auswirkungen auch wissenschaftlich untersucht werden. «Die achtsamkeitsbasierte Meditation hat unterschiedliche Effekte. Menschen die unter chronischem Stress stehen oder sich nicht gut konzentrieren können, können davon profitieren», so Iris-Katharina Penner. Sie ist Professorin für Kognitive Neurologie und Neuropsychologie am Inselspital Bern. Weiter konnten Studien zeigen, dass sich das Hirn durch Meditation verändern kann: «Meditation kann Einfluss nehmen auf die Hirnstruktur. Zum Beispiel haben Studien geziegt, dass sich der Bereich des Hirns, der für die Gedächtnisleistung zuständig ist, bei Menschen die meditieren, strukturell vergrössert hat. Der Bereich, in dem Angst entsteht, wurde strukturell kleiner.»

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