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Medikamentendiebstähle nehmen zu - nicht im Emmental
In Spitälern und Heimen des Kantons Bern nehmen die Fälle von Betäubungsmitteldiebstahl zu. Oft sind es Angestellte, die sich bedienen. Teilweise wurden Ampullen umetikettiert oder verwässert, um die Diebstähle zu vertuschen.
Wie das bernische Kantonsapothekeramt in seinem neusten Jahresbericht schreibt, ist es zu mehreren Kündigungen und Strafanzeigen gekommen. Fristlos entlassen wurde beispielsweise eine Pflegeperson in Kaderfunktion, welche über ein Jahr lang grössere Mengen von Schmerzmitteln, Beruhigungsmitteln und Psychopharmaka entwendete.
Zum Teil entnahm diese Person Präparaten, welche für Patienten bestimmt waren, einen Grossteil der Wirkstoff-Flüssigkeit und liess ein mit Wasser verdünntes Produkt zurück. Ungeklärt blieb ein ähnlicher Fall in einem Altersheim. Auch dort nahm die fehlbare Person in Kauf, dass Patienten Schmerzmittel ohne oder nur noch mit geringer Wirkung erhielten.
In einem Regionalspital wurde eine Fachperson Gesundheit fristlos entlassen, weil sie Ampullen eines Schmerz- oder Anästhesiemittels durch ähnlich aussehende Ampullen mit anderem Inhalt ersetzte. Sie konnte dank des elektronischen Medikamentenausgabesystems identifiziert werden. Dieses elektronische Medikamentenausgabesystem verhindert im Spital Emmental und auch im Spital Oberaargau, dass bis jetzt Medikamente gestohlen wurden, bestätigen die zuständigen Personen beider Spitäler auf Anfrage von neo1. "Zusätzlich wird bei der Abgabe an Patienten eine Doppelkontrolle von zwei Personen gemacht, ein Missbrauch ist also faktisch kaum möglich", sagt Annegreth Reichwagen, Chefapothekerin in Spital Emmental.
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