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| Wirtschaft

Maschinenfabrik Pfiffner streicht 80 Stellen – US-Strafzölle zwingen zur Notbremse

Die Emmentaler Maschinenfabrik K. R. Pfiffner AG streicht rund 80 Stellen. Grund für den massiven Abbau ist unter anderem der hohe US-Strafzoll auf Schweizer Produkte.

Die Firma mit Sitz in Utzenstorf beschäftigt aktuell etwas mehr als 100 Mitarbeitende – rund drei Viertel davon sind vom Abbau betroffen. Das berichtet die Berner Zeitung.

Der Auslöser für die drastische Massnahme: Seit anfangs August erhebt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump einen Strafzoll von 39 Prozent auf gewisse Importgüter aus der Schweiz. Für das Unternehmen sei das nicht mehr tragbar, sagt CEO Andreas Ewald gegenüber der Zeitung: „So viel zahlt niemand freiwillig zusätzlich.“

Die Pfiffner AG stellt hochspezialisierte Werkzeugmaschinen her vor allem für die Autoindustrie. Doch genau diese Branche steckt seit längerem in der Krise – der Wandel zur Elektromobilität verunsichert viele Kunden, neue Investitionen bleiben aus. Bereits zuvor hatte das Unternehmen mit Kurzarbeit reagiert, das Kader verzichtete auf Teile ihres Lohns.

Ein letzter Rettungsversuch mit Aufträgen aus dem Schwesterwerk in Deutschland scheiterte ebenfalls – wegen der US-Zölle und technischen Hürden.

Falls sich in den nächsten zwei Wochen keine Lösung findet, erhalten die betroffenen Mitarbeitenden Ende Oktober die Kündigung. 

Die Produktion am Standort Utzenstorf wird komplett eingestellt. Pfiffner will sich dort künftig nur noch auf Forschung und Entwicklung konzentrieren.

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