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| Politik

Marc Schlittler ist ohne Kandidatur im Gemeinderat Rumisberg

In der Oberaargauer Gemeinde Rumisberg wurde am Sonntag ein neuer Gemeinderat gewählt – obwohl er gar nicht offiziell kandidierte. Eine komplette Überraschung war es aber nicht.

Nach den Gemeinderatswahlen im Oktober war in Rumisberg ein Sitz unbesetzt geblieben. Bei der Nachwahl am Sonntag konnten die Stimmberechtigten daher frei eine Person aus der Gemeinde auf den Zettel schreiben. Das Ergebnis: Marc Schlittler erhielt 34 Stimmen und wurde damit neu in den fünfköpfigen Gemeinderat gewählt. Dies ohne offizielle Kandidatur.

Ganz unerwartet kam die Wahl für ihn dennoch nicht. "An der Gemeindeversammlung habe ich gemerkt, dass noch etwas offen ist und man etwas bewegen könnte. Dann habe ich meinen Nachbarn gesagt, eigentlich könnte ich mir das vorstellen – und mein Umfeld hat dann für mich gestimmt", erklärt Schlittler im Interview mit neo1.

Der frisch Gewählte freut sich besonders über die Unterstützung seiner Nachbarn und Bekannten, zumal er erst seit einem Jahr in Rumisberg wohnt. Auch die Erleichterung in der Gemeinde ist spürbar, bestätigt Gemeindepräsidentin Karin Ischi: "Für den Gemeinderat war es sehr spannend zu sehen, was nun herauskommt. Aber es war sicher eine spezielle Situation." Kleine Gemeinden wie Rumisberg haben immer wieder Mühe, Ämter zu besetzen. Für die kommenden vier Jahre sind nun aber alle fünf Sitze im Gemeinderat vergeben. Mitte Dezember soll das neue Gremium erstmals zusammentreten.

Der Einsatz in der Gemeindepolitik sei zwar anspruchsvoll, aber lohnend, betont Ischi: "Wir wollen versuchen, die Ämter der Bevölkerung näherzubringen und einen Einblick zu geben, damit das Interesse steigt. Angst vor der Zukunft haben wir keine." Sie zeigt sich überzeugt, dass Marc Schlittler gut ins Team passe und gemeinsam mit den anderen Ratsmitgliedern die Gemeinde weiterbringen werde.

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