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| Wochengespräch

"Man kann diesen Beruf nicht ewig so durchziehen" - Ehemaliger Regierungsstatthalter des Oberaargaus Marc Häusler im Wochengespräch

Acht Jahre lang war Marc Häusler Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises Oberaargau. Per Ende 2021 hat er dieses Amt abgegeben. Er arbeitet ab Anfang Jahr beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Warum er sich nur wenige Monate nach seiner erneuten Bestätigung als Regierungsstatthalter beim Verwaltungsgericht beworben hat, warum  der Brand der Kirche in Herzogenbuchsee gezeigt hat wie der Oberaargau zusammenarbeiten kann und warum er bei seinem neuen Job nun auch kreativer arbeiten kann, das erzählt Marc Häusler im neo1-Wochengespräch.

"Ich habe viele Erinnerungen an spannende aber auch schwierige Fälle. Die Aufgaben des Regierungsstatthalter sind breit. Es ist schwierig aber auch befriedigend so etwas machen zu dürfen", so Marc Häusler. Er habe den Beruf des Regierungsstatthalters immer motiviert und mit Herzblut ausüben wollen. Das sei auch ein Grund, warum der Oberaargauer nach acht Jahren ans Berner Verwaltungsgericht wechselt: "Ich habe gemerkt, dass man das nicht ein Arbeitsleben lang so durchziehen kann. Es ist intensiv und man steht stark im Fokus." Es sei aber auch ein Privileg, dass er sich zu einem Zeitpunkt von dem Amt verabschieden kann, wenn die Leute noch der Meinung sind, dass er seinen Job gut gemacht habe, erzählt Marc Häusler im Wochengespräch.

Die neue Herausforderung

Seit Anfang Jahr ist Marc Häusler nicht mehr Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises Oberaargau sondern arbeitet beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern. "Ich habe mir Gedanken gemacht, wie lange ich die Arbeit als Regierungsstatthalter noch machen will und was danach kommt. Mitte Juni habe ich die Nachricht erhalten, dass man sich beim Verwaltungsgericht bewerben kann. Ich hatte 14 Tage Zeit um mich zu entscheiden ob ich mich bewerben will oder nicht", erzählt Marc Häusler. "Dann habe ich mir gesagt, ich versuche es einfach." Es sei einer der spannendsten Jobs im Kanton Bern, den man als Jurist antreten dürfe. Es wartet aber bereits viel Arbeit auf den Oberaargauer. Er werde in seiner neuen Position zum Beispiel auch über Beschwerden entscheiden, die sich gegen die Regierungsstatthalterämter richten. "Ich freue mich darauf wieder richtig Zeit zu haben, einen Fall zu behandeln. Den von verschiedenen Seiten anzugehen. Nicht so wie jetzt, beim Regierungsstatthalteramt vo mir die Fälle von den verschiedenen Abteilungen vorbereitet werden. Ich kann jetzt wider mehr selbst daran arbeiten", sagt Marc Häusler. "Ich will wider selbst etwas produzieren. Ein Urteil ist auch ein kreativer Akt, im Moment fehlt mir das."

 

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