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Lueg-Schwinget vom 12. September abgesagt

Der diesjährige Lueg-Schwinget vom 12. September 2021 findet nicht statt. Der Vorstand bedauert diesen Entscheid, ist aber nach Abwägen der Vor- und Nachteile von der Richtigkeit überzeugt. Er freut sich auf die – hoffentlich pandemiebefreite – Durchführung im Jahr 2022, die zugleich ein Jubiläum sein wird.

Nach über einem Jahr mit pandemiebedingten Einschränkungen ist sich der Vorstand des Schwingklubs Burgdorf bewusst, dass auch unpopuläre Entscheide zu fällen sind. So hat er entschieden, auch die diesjährige und somit 75. Austragung des klubeigenen Lueg-Schwingets abzusagen. Bei diesem Entscheid mögen sich manche die Augen reiben, sind doch die Massnahmen des Bundesrates zur Eindämmung der Corona-Pandemie weitestgehend aufgehoben. So sind es diesmal auch nicht die Massnahmen, sondern die indirekten Auswirkungen, die zu diesem Entscheid geführt haben.

Mehrere Schwingfeste und Events am gleichen Tag
Viele Schwingfeste, die im Frühsommer terminiert waren, wurden abgesagt oder verschoben. Und exakt diese verschobenen Schwingfeste, aber auch andere verschobene Anlässe, lösten beim Vorstand des Schwingklubs Burgdorf entsprechend «Bauchweh» aus, wie Patrick Sommer, Präsident erklärt: «Das Bernisch-Jurassische, das Nordostschweizerische und auch noch das Luzerner-Kantonale wurden alle auf den 12. September verschoben.» Dies wird dazu führen, dass Athleten, aber auch Besucherinnen und Besucher, ausbleiben und nicht zum eher kleineren Schwinget auf die Lueg fahren. Insbesondere Berner Kranzschwinger dürften das Schwingfest im Berner Jura vorziehen, aber auch der thurgauische Gastklub Ottenberg, der normalerweise mit mehreren Kranzern antritt, wird am NOS-Anlass teilnehmen. Zudem befürchtet Sommer bei zunehmender Schwingfest-Dichte auch bei den Mittelschwingern ein entsprechend ausgedünntes Teilnehmerfeld. Er spricht dabei aus Erfahrung, hat doch beispielsweise der Abend-Schwinget am Gotthelf-Märit in Sumiswald gerade mal 37 Schwinger gezählt, obwohl 50 zugelassen waren, ganz zu schweigen von den fehlenden Besuchenden. Die Rechnung geht dann nicht mehr auf, weil für die Organisation die Kosten eines normalen Festes entstehen, die Einnahmen aber fehlen. Dieses Risiko ist für einen kleinen Klub, wie es der Schwingklub Burgdorf ist, einfach zu gross. Zudem müssten die Eintrittskontrollen hochgefahren werden, um lediglich Besuchenden mit Covid-Zertifikaten Einlass zu gewähren. «Wir müssen aber auch ganz einfach realistisch sein», meint Sommer. «Der auf dieses Jahr geplante spezielle Lueg-Schwinget würde unter den gegebenen Umständen für alle Beteiligten zu einem Negativ-Erlebnis, denn die Qualität des Wettkampfs wäre den besonderen Umständen nicht würdig.»

Jubiläum soll richtig gefeiert werden
Schliesslich wird der nächste Lueg-Schwinget ein Jubiläum sein. Es steht die 75. Austragung an und die will sorgenfrei gefeiert werden. Deshalb zieht der Klub eine saubere Planung vor und terminiert den Schwinget auf den 11. September 2022. Er kann dabei weiterhin auf die tolle, auch moralische Unterstützung des Teams des Landgasthofs Lueg mit seinem Besitzer Jörg Moser zählen. (pd)

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