Die Jury vergibt ex aequo einen zweiten Preis an Romain Gili und Luca Belz. Julia Wyser erhält den dritten Preis (v.l.n.r.). Im Hintergrund das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel. (Bild: Rudolf Hug)
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Luca Belz wird zweiter an der Conducting Competition in Baden
Luca Belz aus Zollikofen erreicht den zweiten Platz an der 11. Conducting Competition in Baden im September 2026, zusammen mit Romain Gili aus Kriens. Julia Wyser aus Weinfelden erhält den dritten Platz. Die Finalistin und die beiden Finalisten dirigierten das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel, eine Höchstklasse-Formation aus Schweizer Spitzenmusikerinnen und -musikern, die ihren Dienst in der Militärmusik leisten.
Die Wettbewerbsanforderungen sind enorm hoch, deshalb hat die Jury, keinen ersten Preis vergeben. Eine Auszeichnung in diesem Wettbewerb zu erreichen, ist in jedem Fall ein grosser Erfolg, auch wenn es ein zweiter oder ein dritter Preis ist. "Ich teile diesen zweiten Platz gerne. So oder so bin ich ganz vorne mit dabei und das ist ein riesiger Erfolg", so Luca Belz im Interview mit neo1. Er sei schon früh mit dem Wettbewerb in Berührung gekommen. "Während meinem Dirigier-Studium habe ich viel vom Wettbewerb gehört und kannte natürlich auch viele die mitgemacht haben", erzählt Belz. "Dann konnte ich vor vier Jahren mit dem Sinfonischen Blasorchester Bern selbst teilnehmen. Ich kannte also die Seite der Musikanten bereits". Das habe ihm auch ein bisschen geholfen. Nun auf der anderen Seite, als Teilnehmer.
Der dreiteilige Wettbewerb stellte die neun Teilnehmenden vor unterschiedliche Herausforderungen. In der Vorrunde probten sie während zwanzig Minuten mit dem Wind Orchestra Baden Wettingen eine dem Orchester unbekannte Komposition. Die Jury bewertete dabei vor allem die Probenmethodik. Sechs Dirigiertalente qualifizierten sich für den Halbfinal. Dort standen ihnen fünf Minuten zur Verfügung, um mit der Elite-Formation Brass Band Emmental ein ihnen bekanntes Werk zu proben, das anschliessend direkt aufgeführt wurde. Der Fokus lag auf der Dirigiertechnik. Julia Wyser, Luca Belz und Romain Gili qualifizierten sich für den Final. Das Los bestimmte in allen Wettbewerbsteilen die Startreihenfolge und die Werke. Deshalb mussten die Teilnehmenden vorgängig sämtliche acht Kompositionen vorbereiten. "Mir war am wichtigsten, dass ich die Literatur in und auswenig kenne. So konnte ich mich auch wirklich auf die Proben mit den Orchestern einlassen", erklärt Luca Belz. Alle Wettbewerbsteile waren öffentlich; insbesondere die Vorrunde und der Final stiessen auf grosses Publikumsinteresse. (MM/neo1)
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