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| Gesundheit

Zahlen zur Organspende bereiten Sorgen

Letztes Jahr haben 570 Menschen ein gespendetes Organ erhalten. Die Zahl sei über die letzten Jahre immer gleich geblieben. Dies obschon die Spitäler nach der Corona-Pandemie wieder den Normalbetrieb aufgenommen haben. Die Stiftung Swisstransplant hatte eigentlich mit einem Anstieg der Organspenden gerechnet.

570 Personen haben in der Schweiz im vergangenen Jahr ein Spenderorgan erhalten. 164 Verstorbene überliessen nach ihrem Tod eines oder mehrere ihrer Organe anderen. Laut dem Bund mangelt es nach wie vor an Spenderorganen.

Trotz drei Jahren Pandemie blieb die Zahl der Transplantationen in den Spitälern in etwa stabil, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte. Ende 2022 warteten 1442 Personen auf mindestens ein Organ, acht mehr als ein Jahr zuvor.

"Die Schweizer Bevölkerung wäre bereit zu spenden", sagt Franz Immer, Facharzt für Herzchirurgie und Direktor der Stiftung Swisstransplant im Interview mit neo1. "Dass nicht mehr Organe gespendet werden, liegt daran, dass die Angehörigen den Wunsch der verstorbenen Person nicht kennen. Wenn ein Leben lang nicht über Organspende geredet wurde, ist es sehr schwierig im Nachhinein eine Entscheidung zu treffen. Darum entscheiden sich Angehörige in 6 von 10 Fällen, in der die Situation unklar ist, gegen eine Organspende." (sda/neo1)

Mehr Infos zur Organspende gibt es hier

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