Im Kammershaus in Langnau kehrt wieder Leben ein. (Bild: Stiftung BWO zVg)
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Langnau: Gemeinde vermietet Schulhaus Kammershaus an Stiftung BWO
Der Gemeinderat hat anlässlich seiner letzten Sitzung dem vorliegenden Mietvertrag zwischen der Einwohnergemeinde Langnau und der Stiftung BWO betreffend Miete Schulhaus Kammershaus für die Besondere Volksschule für die Jahre 2026 bis 2036 zugestimmt.
Das Schulhaus Kammershaus wird seit Sommer 2022 nicht mehr für die Volksschule benötigt. Ab Sommer 2026 wird es nun für die besondere Volksschule benützt und somit wieder der Schulnutzung zugeführt. Die steigende Nachfrage an Schulplätzen führt zu einem zusätzlichen Bedarf an Schulraum im besonderen Volksschulangebot, dies auch in der Region Oberes Emmental. Die Stiftung BWO wurde von der Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) angefragt, ein zusätzliches, ergänzendes Angebot aufzubauen. Es fehlen vor allem Plätze für Schülerinnen und Schüler mit ausgeprägtem und komplexem Förderbedarf, die auf eine reizarme Umgebung angewiesen sind.
Aus diesem Grund hat die Stiftung BWO von Langnau ihr Interesse für die Nutzung des zurzeit leerstehenden Schulhaus Kammershaus angemeldet. "Wir haben schon vorher überlegt, was wir mit dem Schulhaus machen wollen. Der Schulinspektor kam auf uns zu und kündete ein Interesse seitens Kanton für die besondere Volksschule an", erklärt der Langnauer Gemeindeschreiber Samuel Buri im Gespräch mit neo1. Die Stiftung BWO führt in Langnau bereits eine heilpädagogische Schule. Das Schulhaus Kammershaus bietet mit der naturverbundenen, ruhigen Lage eine ideale Infrastruktur für ein Angebot für Schülerinnen und Schüler mit hohem Förderbedarf. Damit soll das Ziel unterstützt werden, dass Schülerinnen und Schüler möglichst wohnortsnah und ihrem Bedarf angemessen unterrichtet werden können. "Wir sind froh, dass das Gebäude nicht mehr leer steht. Diese Nutzung ist dazu auch sinnvoll", so Buri.
Ein Gebäude für eine explizite Zielgruppe
Erst im letzten Jahr eröffnete die Stiftung BWO den Neubau für die Heilpädagogische Schule HPS. Damals hiess es, dass Inklusion wichtig sei. Nun der Schritt mit einem weiteren Angebot an einem anderen Standort. Kathrin Wanner betont: "Es geht uns um die selben Werte. Auch wenn es etwas befremdend wirkt, ist dies so auch möglich. Es geht um Kinder und Jugendliche, welche einen sehr hohen und komplexen Unterstützungsbedarf haben. Häufig auch mit sehr herausforderndem Verhalten und einer kognitiven Beeinträchtigung. Teilweise auch mit Autismus-Spektrum-Störung." Daher sei der Standort Kammershaus ideal dafür.
Vorbereitungen laufen
Aktuell bereitet sich die Stiftung BWO gemeinsam mit der kantonalen Bildungsdirektion vor. Es braucht die eine oder andere Anpassung. "Die Sanierung des Gebäudes gehört dazu", erklärt Kathrin Wanner, die Projektleiterin. "Aber auch der Aufbau vom Betrieb selbst. Dazu gehört die Suche nach Personal. Dabei geht es nicht nur um Lehrpersonen sondern auch um den Transport, die Verpflegung odr die Therapie. Das wird eine aufwändige Angelegenheit." (neo1/pd)
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