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Langenthaler Stadtrat Pascal Dietrich tritt aus FDP aus
Der Entscheid des Bundesrats, den Zugang zu vielen wesentlichen Einrichtungen unseres Landes auf Menschen mit einem Covid-Zertifikat zu beschränken, sorgt landesweit für heftige Reaktionen. Die Tatsache, dass die FDP Schweiz diese «Ausweitung der Zertifikatspflicht» unterstützt, ist für Pascal Dietrich, FDP-Stadtrat in Langenthal, inakzeptabel. Er tritt deshalb per sofort aus der Partei aus.
«Ich halte die Massnahmen des Bundesrats für verhängnisvoll. Der Entscheid ist für unsere bisher offene, freiheitliche Gesellschaft meines Erachtens ganz klar der falsche Weg», unterstreicht Pascal Dietrich seine Haltung. Einer Partei, die eine solche Politik begrüsse und unterstütze, könne er nicht mehr angehören. «Tiefe Gräben reissen auf, die Spaltung der Gesellschaft wird nach dem Ende dieser Massnahmen nicht einfach wieder verschwinden. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in diesem Land möglich ist.»
Der Parteiaustritt von Pascal Dietrich erfolgt ausschliesslich wegen der Haltung der FDP Schweiz auf nationaler Ebene. Mit der FDP Langenthal hat er keine Probleme. «Ich bedaure sogar ausdrücklich, nicht mehr Mitglied der FDP Langenthal zu sein. Da es jedoch nicht möglich ist, zur Lokalpartei zu gehören, ohne auch Mitglied der Gesamtpartei zu sein, bleibt mir nur der Austritt», erklärt Pascal Dietrich.
Als Stadtrat tritt Pascal Dietrich nicht zurück. Die Langenthaler FDP/jll-Fraktion hat nach einer Diskussion beschlossen, dass der ehemalige Präsident der Geschäftsprüfungskommission (GPK) als Parteiloser weiterhin der Fraktion angehören kann. Er nimmt diese Gelegenheit wahr, da er – es darf nochmals betont werden – seinen Schritt einzig wegen der nationalen Politik macht und die politische Tätigkeit in Langenthal damit nichts zu tun hat. Im Langenthaler Stadtrat ändert sich somit mindestens vorläufig nichts. Wie das Vorgehen bei den nächsten Wahlen aussehen wird, ist noch nicht entschieden, da diese erst im Jahr 2024 stattfinden werden. (MM)
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