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Konolfingen sagt deutlich Nein zum Spritzenhaus-Pausenraum

Der Saal im Kirchgemeindehaus Konolfingen war bis auf den letzten Platz besetzt. Über 200 Stimmberechtigte waren anwesend. Grund für den Grossaufmarsch war die Abstimmung über den Umbau des Feuerwehrmagazins für 764'000 Franken. Die Stimmung war aufgeheizt, als müsste die Feuerwehr löschen kommen.

Gemeinderat Simon Buri (GLP) legte sich für den Umbau des Feuerwehrmagazins als Pausen- und Aufenthaltsraum ins Zeug. Die Gemeinde habe drei Vorschläge geprüft. Die Variante Feuerwehrmagazin für 764'000 Franken sei langfristig die beste Version. "Es geht um Nutzung leeren Raums und da wäre das alte Feuerwehrmagazin prädestiniert. Man muss noch Heizung, Fenster, Dämmung und Elektrisches einbauen. Das kostet auch etwas", so Buri.

Bei der anschliessenden Diskussion gingen die meisten Wortmeldungen in die Richtung, dass der Bau zu teuer sei oder die Gemeinde einen Raum im Nachbargebäude nutzen soll. Sogar die Geschäftsprüfungskommission äusserte sich negativ zum Umbau, GPK-Präsident Ueli Galli: "Die GPK beurteilt den Umbau als zu teuer und den langfristigen Nutzen als zu gering. Sie hat die Gemeindeverwaltung gebeten, alternative Lösungen zu prüfen. Der Gemeinderat lehnte dies aus Kostengründen ab."

Die Vorlage wurde dann erwartungsgemäss "grossmehrheitlich" abgelehnt. Das Ergebnis war so deutlich, dass die Stimmen nicht gezählt werden mussten. Für den Antrag gingen kaum mehr als 15 Hände in die Höhe, dagegen etwa 215. Die Vorlage geht somit zurück an den Gemeinderat.

"Nun werden wir eine Auslegeordnung machen müssen, um weiterzufahren. Wir haben verschiedene Sachen angeschaut und diese jetzt noch einmal anschauen", sagt Simon Buri nach der Versammlung. "Wir werden die Voten der Versammlung sicher ernst nehmen. Der Bedarf eines Pausenraums ist nicht bestritten. Einfach nicht diese Lösung. Nun werden wir eine andere Lösung suchen müssen und diese dann präsentieren."

Rechnung einstimmig angenommen
Die Gemeinde Konolfingen schliesst das vergangene Jahr mit einem Gewinn von rund 1.3 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Minus von 600'000 Franken. Gemeinderat Jonas Rohrer (SVP) begründet die Differenz mit einer defensiven Planung. Das Budget sei im Sommer 2020 erstellt worden. Der Kanton rechnete mit Mindereinnahmen, weshalb die Gemeinde vorsichtig auf das kommende Jahr blickte.

Zum besseren Ergebnis geführt haben tiefere Sach- und Personalaufwände und höhere Steuereinnahmen als budgetiert. Bei den Steuern nahm die Gemeinde 2.8 Millionen Franken mehr ein. Das Finanzvermögen von Konolfingen beträgt 35 Millionen Franken, der Steuersatz 1.59. Die Rechnung wurde einstimmig angenommen.

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