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Klimakarten zeigen neu die Wärmeinseln im Kanton Luzern
Der Kanton Luzern hat neu verschiedene Klimakarten. Diese zeigen, wie gross die Hitzebelastung in den verschiedenen Gemeinden und Städten ist.
Hitzewellen sowie heisse Tage und Nächte werden in Zukunft häufiger und extremer. Am grössten ist die Hitzebelastung in den bevölkerungsreichen Gebieten in tiefen Lagen. In den Städten und Gemeinden werden die Temperaturen durch lokale Effekte erhöht. Der Wärmeinsel-Effekt im Siedlungsraum entsteht unter anderem durch eine infolge dichter Bebauung eingeschränkte Windzirkulation, die fehlende Beschattung und die fehlenden Grünflächen. "Siedlungen heizen sich tagsüber stärker auf und kühlen nachts deutlich langsamer ab als Grünflächen im Umland", erklärt Ronja Bohnenblust, Fachspezialistin Klima beim Kanton Luzern.
Klimakarten als Grundlage für eine klimaangepasste Siedlungsentwicklung
Der Kanton Luzern möchte die Hitzebelastung in die Raumplanung miteinbeziehen. Dafür sind genaue Kenntnisse über die lokalen Klimabedingungen nötig. Deshalb wurde die heutige klimatische Situation flächendeckend und hochaufgelöst für den Kanton Luzern modelliert und in verschiedenen Karten dargestellt. Jeweils für die Situation bei Tag und bei Nacht wurde eine Klimaanalyse- und eine Planungshinweiskarte erstellt. Die Klimaanalysekarten zeigen die heutige lokalklimatische Situation im Kanton Luzern mit Daten wie der Lufttemperatur oder Winden. In den Planungshinweiskarten wird eine Bewertung der klimatischen Situation aus Sicht der Einwohnerinnen und Einwohner dargestellt.
Aufbauend auf den Klimakarten soll das Thema Hitze zukünftig mehr in Planungs- und Bautätigkeiten verankert und berücksichtigt werden. Die Hitzebelastung kann unter anderem durch Grünflächen und Bäume im Siedlungsgebiet, die Beschaffenheit von Oberflächen (Bsp. Entsiegelung), Standort und Ausrichtung (Sicherung von Kaltluftströmen) sowie die Gestaltung von Gebäuden (Begrünung) verringert werden. (pd/neo1)
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