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Kirchberg: Wer wird Gemeinderatspräsident?

Wer wird es werden? Diese Frage stellt sich nach dem Rücktritt der Gemeinderatspräsidentin in Kirchberg. Marianne Nyffenegger (SVP) hört nach acht Jahren im Amt auf und tritt nicht zu einer Wiederwahl an. Dadurch muss das Stimmvolk ende Monat entscheiden. Eines ist bereits jetzt klar: Anfangs 2021 wird ein Mann übernehmen.

Die Gemeinde Kirchberg hat drei Möglichkeiten: ein Kandidat, der es zum zweiten Mal versucht, einer, der bereits seit zwölf Jahren im Gemeinderat sitzt oder einer, der es als Neuling schaffen will.

Der Wiederholungstäter

Einen zweiten Versuch wagt der BDP-Kandidat Walter Bütikofer. "Ich bin bereits vor acht Jahren als Gemeinderatspräsident angetreten. Damals waren die spätere Präsidentin Marianne Nyffenegger und ich gleich lange im Amt. Ich war danach weiterhin mit ihr im Gemeinderat und die Zusammenarbeit funktionierte. Nun war ich für vier Jahre nicht mehr im Gemeinderat", erklärt Bütikofer und fügt an: "Wobei weg war ich nicht wirklich. Ich vertrat die Gemeinde Kirchberg im Gemeindeverbandsrat." Dadurch hatte er immer wieder mit der Kirchberger-Politik zu tun. Als Stärke sieht Walter Bütikofer seine Erfahrung. Auf der Gegenseite ist er ungeduldig. "Ich musste in der Politik lernen, geduldiger zu werden. Dort bin ich aber dennoch nicht Favorit."

Zwölf Jahre im Gemeinderat

Einer, der in Sachen Stärken und Schwächen viel mit Walter Bütikofer gemeinsam hat, ist der SP-Kandidat Marc Dummermuth. Auch er sieht sich als eher ungeduldig. Bei den Stärken will auch er durch seine Erfahrung auftrumpfen. "Ich trete mit dem Slogan an: Marc von hier - für Kirchberg. Dabei begleiten mich die drei Schlagworte erfahren, vernetzt und offen", erklärt Dummermuth. "Vernetzt bin ich durch meine Tätigkeiten in der Regionalkonferenz. Dadurch kenne ich alle Gemeinderatspräsidentinnen und Präsidenten aus dem Emmental. Offen bin ich grundsätzlich gegenüber allen neuen Ideen und Projektschritten", ergänzt Dummermuth. Mit der Erfahrung meint er seine zwölfjährige Amtszeit als Gemeinderat. Davon amtete er für acht Jahre als Vizepräsident. Dies waren die Beweggründe für seine Kandidatur: "Grundsätzlich bin ich motiviert, mir gefällt diese Arbeit. Dadurch das Marianne Nyffenegger nicht mehr antreten will, hat sich diese Möglichkeit ergeben. Ich denke, mit meinem Wissen könnte ich viele Dinge im Rat bewegen."

Als Neuling etwas bewegen

Auch der FDP Kandidat Andreas Wyss möchte als Neuling etwas bewegen: "Ich interessiere mich schon lange für die Politik. Als Geschäftsführer vom Berner Bauernverband war ich in den letzten Jahren vor allem Kantonal- und National-politisch aktiv. In dieser Zeit hatte ich immer wieder die Gelegenheit, auch Einblick in die Kommunal-Politik zu erhalten. Dabei merkte ich, dass mich das Direkte mit den Menschen und die Probleme und Herausforderungen in diesem Bereich reizen würden", sagt Andreas Wyss im Gespräch mit neo1. Auch er gibt bei seinen Schwächen, wie die Konkurrenz, seine Ungeduld an. Auftrumpfen will er mit seinem Netzwerk. "Durch meine bisherigen Tätigkeiten in Politik und Verwaltung bin ich sehr gut vernetzt. Ich habe Führungserfahrung, konnte diverse Projekte, sowohl auf Stufe Politik wie auch auf der Verwaltungsebene vom Anfang bis zum Schluss begleiten."

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