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Keine mündlichen, aber auf Wunsch schriftliche Maturaprüfungen
Der Bundesrat hat beschlossen, dass es schweizweit keine mündlichen Maturaprüfungen gibt. Bei den schriftlichen Prüfungen hingegen überlässt er die Entscheidung den Kantonen. Das heisst, in Luzern sollen schriftiche Prüfungen stattfinden, im Kanton Bern hingegen voraussichtlich nicht. Da wird die Entscheidung heute erwartet.
Der Bundesrat habe sich bei der Durchführung der schriftlichen Maturitätsprüfungen für eine föderalistische Lösung entschieden, sagte Bildungsminister Guy Parmelin gestern gegenüber den Medien. Die Landesregierung überlässt den Kantonen die Wahl, ob sie dieses Jahr schriftliche Maturitätsprüfungen durchführen wollen.
Der Bund habe klargestellt, dass er dem Wunsch der Kantone und damit dem Vorschlag der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) folge, sagte Parmelin am Mittwoch vor den Medien in Bern. Die Kantone könnten dadurch nuancierte Entscheide in Bezug auf die Prüfungsmodalitäten abgestimmt auf ihre Bedürfnisse treffen.
Mündliche Prüfungen finden laut Parmelin generell nicht statt. Für die Berufsmaturität hat der Bundesrat beschlossen, in der ganzen Schweiz auf die kantonalen Prüfungen zu verzichten. Stattdessen gelten Erfahrungsnoten. Das gilt ebenfalls für Kantone, welche die schriftlichen Maturitätsprüfungen wegfallen lassen.
Weiter entschuldigte sich der Bundesrat für die Verwirrung über die Prüfungsmodalitäten. "Die Frage der Prüfungen hat zu viel Verwirrung geführt in den vergangen Wochen, das bedauern wir", sagte Parmelin.
Luzern und Bern entscheiden nicht gleich
Der Kanton Luzern hat schon Anfang Woche mitgeteilt, dass er die schriftlichen Maturaprüfungen durchführen möchte. Der Kanton habe generell weniger Coronafälle zu verzeichnen als andere, zudem sei es möglich, die Abstands- u Hygienemassnahmen bei den Prüfungen einzuhalten, heisst es in einer Mitteilung.
Bern hingegen will keine schriftlichen Prüfungen - heute Nachmittag wird der detaillierte Entscheid erwartet.
(neo1/sda)
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