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Kantone sollen Krankenkassenprämien festlegen
sda. Die Krankenkassenprämien sollen künftig von den Kantonen festgelegt und einkassiert werden. Eine Volksinitiative will auf freiwilliger Basis ein Modell einer Ausgleichskasse in den Kantonen einführen.
Lanciert wird die Volksinitiative "Krankenversicherung. Für die Organisationsfreiheit der Kantone" am kommenden 3. Oktober mit der Publikation im Bundesblatt. Gemäss dem Initiativtext sollen die Kantone eine kantonale oder interkantonale Einrichtung nach dem Modell einer Ausgleichskasse schaffen, die im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung die Prämien festlegt und erhebt, die Kosten finanziert und sich an der Finanzierung von Präventions- und Gesundheitsförderungsprogrammen beteiligt.
Bei der Krankenkasse Visana kommt diese Idee nicht gut an. Gemäss Mediensprecher David Müller machten die Verwaltungskosten der Krankenkassen in der Schweiz nur rund 5 Prozent der gesamten Kosten aus - dort zu sparen, sei der falsche Ansatz. Stattdessen sollen die Kantone besser an der Senkung der Gesundheitskosten arbeiten.
Die Initianten entgegnen, dass es Dank der Initiative grosses Spartpotenzial gebe. Die kantonale Einrichtung soll für alle Versicherten der betroffenen Region eine einzige Prämie anbieten, je nach Versicherungsmodell und Franchise. Sie setze damit der sogenannten "Jagd auf gute Risiken" ein Ende. Die Versicherer sollen weiterhin die administrative Arbeit erledigen und dafür entschädigt werden. Die Prämienerhöhungen sollen sich künftig für alle Versicherten genau nach der Entwicklung der Gesundheitskosten richten.
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