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| Abstimmungen

Kanton Luzern steckt kein Geld in Kollekte für Schweizergarde

Der Kanton Luzern unterstützt den Bau der neuen Kaserne der Schweizergarde im Vatikan nicht. Die Stimmberechtigten lehnen den von Freidenkern, SP, Grünen und Grünliberalen bekämpften Kredit über 400'000 Franken ab.

Nur 28,5 Prozent der Stimmenden legten ein Ja in die Urne.

Die Schweizergarde im Vatikan soll eine neue Kaserne erhalten. Der Neubau, der rund 50 Millionen Franken kosten soll, wird indes nicht vom Kirchenstaat gebaut, sondern von einer privaten Schweizer Stiftung. Der Vatikan leistet, wie auch die Eidgenossenschaft und verschiedene Kantone, einen finanziellen Beitrag an das Projekt.

Im Kanton Luzern, wo seit Jahrhunderten enge Bindungen zur Garde bestehen, stiess die vom Kantonsrat genehmigte Spende von 400'000 Franken auf Kritik. Freidenker sowie Mitglieder der SP, der Grünen und der Grünliberalen ergriffen das Referendum.

Überraschend war die Mehrheit der Stimmenden gegen die "Vatikan-Spende". Ihrer Meinung nach geht es nicht an, dass der Kanton Luzern nach vielen Jahren des Sparens einen Bau mitfinanziert, den der vermögende Kirchenstaat selbst zahlen könnte. Auch die konservative Politik des Vatikans gegenüber der Homosexualität und Abtreibungen sowie die vielen Austritte aus der katholischen Kirche dürften zum Nein beigetragen haben.

Die Argumente der grossen bürgerlichen Parteien und des Regierungsrats überzeugten die Stimmberechtigten somit nicht. Die Befürworter hatten erklärt, es gehe bei der Unterstützung des Kasernenneubaus nicht um Religion, sondern Tradition. Die Schweizer Garde trage zum Ansehen der Schweiz bei und stehe für Schweizer Tugenden wie Sicherheit, Loyalität und Verlässlichkeit. (sda/neo1)

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