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Kanton Bern gibt zweite Tranche für Entwicklungsprojekte frei

Die Berner Kantonsregierung hat am Freitag eine zweite Tranche von zehn Millionen Franken für Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Unternehmen freigegeben.

Diese Gelder schüttet der Kanton subsidiär zu den vom Bund zur Verfügung gestellten Mitteln zur Bewältigung der Corona-Krise aus. Diese Sofortmassnahme soll Unternehmen motivieren, ihre Innovationstätigkeit weiterzuführen und bestehende Forschungs- Entwicklungsprojekte nicht zu sistieren.

Der Kanton Bern geht davon aus, dass die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr deutlich spürbar verringern wird, wie Regierungspräsident Christoph Ammann (SP) vor den Medien sagte.

Die Anzahl der bewilligungsfähigen Beitragsgesuche für die Ende März gesprochene erste Tranche übersteigt die zehn Millionen Franken deutlich, wie Ammann ausführte.

Von den ersten 235 Gesuchen wurden bereits 145 bewilligt. Insgesamt liegen aktuell mehr als 280 Gesuche vor. Der Kanton geht davon aus, dass davon rund 250 bewilligt werden können.

Ammann konnte weiter bekannt geben, dass die Flut an Kurzarbeitsgesuchen gebändigt werden konnte. Bis jetzt konnten rund 13'400 Gesuche gutgeheissen werden. Dies betrifft rund 150'000 Arbeitnehmende. Weitere 2500 Gesuche sind noch in Arbeit.

Kurzarbeitgesuche dürften noch mehr werden

Der Kanton Bern rechnet mit gegen 18'000 Betrieben mit rund 200'000 Arbeitnehmenden, die von Kurzarbeit betroffen sein werden. Dies entspricht rund einem Drittel der Beschäftigen im Kanton Bern.

Dieser Anteil entspreche dem nationalen Durchschnitt, sagte Marc Gilgen, Vorsteher des Amts für Arbeitslosenversicherung, am Freitag vor den Medien in Bern. Bis am 14. April wurden Gesuche von 13'400 Betrieben mit rund 150'000 Personen bewilligt. Weitere 2500 Gesuche seien in Bearbeitung und würden in den nächsten Tagen freigegeben.

Damit konnte der Kanton Bern den seit Mitte März angewachsenen Berg an Gesuchen abbauen. Das massive Volumen habe nur bewältigt werden können, weil 80 zusätzliche Mitarbeitende aus der übrigen Kantonsverwaltung und von extern für die Abwicklung eingesetzt wurden, sagte Gilgen weiter.

Nun sei man «praktisch tagesaktuell» unterwegs. Die derzeit 100 bis 150 Anträge, die pro Tag eintreffen, könne man laufend abarbeiten Bislang wurden 11,2 Millionen Franken ausbezahlt, was 480'000 Ausfallstunden entspricht. (neo1 / sda)

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