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| Kultur | Gesellschaft

Junge Menschen trinken weniger Alkohol, dafür boomen Tabakprodukte

Alkohol gehört für viele Menschen nach wie vor zu festlichen Anlässen wie Weihnachten dazu. Doch insbesondere bei jungen Menschen zeichnet sich ein deutlicher Wandel ab: Der Alkoholkonsum nimmt ab.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 30 Jahren in der Schweiz seltener Alkohol trinken als noch vor einigen Jahren. Diese Entwicklung wird vom blauen Kreuz begrüßt. Claude Knöpfel von der Suchtprävention erklärt: „Wir empfinden diese Entwicklung als sehr positiv, da Alkohol eine leicht verfügbare Droge ist und viele negative Konsequenzen mit sich bringt.“

Der rückläufige Alkoholkonsum bleibt jedoch nicht ohne Folgen für das Nachtleben. Bars und Clubs verzeichnen weniger Gäste. „Ja, das spüren wir sehr.“ bestätigt Lu Loosli, Vorstandmitglied der Bar- und Clubkommission Bern. Die Veränderungen zeigen sich auf verschiedenen Ebenen. Das Ausgehverhalten junger Menschen habe sich grundsätzlich gewandelt, erklärt Loosli weiter: „Junge Menschen gehen nicht mehr so häufig aus und konsumieren insgesamt weniger.“

Dieser Trend sei nicht neu, habe sich jedoch insbesondere seit der Corona-Pandemie verstärkt. Junge Menschen setzten heute andere Prioritäten und legten zunehmend Wert auf ihre Gesundheit. Lu Loosli betont: „Das Interesse hat sich verändert. Das Bewusstsein ist heute ein anderes, viele möchten generell gesünder leben und sich nicht mehr wie früher betrinken.“ Für Bars und Clubs bedeutet diese Entwicklung, dass neue Konzepte gefragt sind. Um weiterhin attraktiv zu bleiben, müssten gezielt Angebote für eine gesundheitsbewusstere Generation geschaffen werden. Dazu zählen laut Loosli beispielsweise Spielabende oder Veranstaltungen, die tagsüber stattfinden: „Es braucht neue Strategien und Events, um junge Menschen wieder anzusprechen.“

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