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| Gesundheit

Junge Erwachsene profitieren bei den neuen Prämien

Die mittlere Prämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung wird 2019 im Kanton Bern im Durchschnitt um 1,0 Prozent ansteigen, gegenüber einem Wachstum von 1,2 Prozent im landesweiten Durchschnitt. Die kantonale Spitalpolitik leistet einen nicht unwesentlichen Beitrag an die verhältnismässig tiefe Wachstumsrate in Bern.

Gesamtschweizerisch steigen die mittleren Prämien für Erwachsene um 2,4 Prozent, im Kanton Bern um 2,2 Prozent. Aufgrund von neuen Bestimmungen, welche die Versicherer für die jungen Erwachsenen beim Risikoausgleich entlastet, sinken deren mittleren Prämien im Kanton Bern um durchschnittlich 14,8 Prozent. Die mittleren Prämien für Kinder im Kanton Bern steigen um durchschnittlich 2,7 Prozent. Daraus ergibt sich die oben erwähnte Zunahme um durchschnittlich 1,0 Prozent. Obwohl somit die über 25-jährigen Bernerinnen und Berner eine – verglichen mit der Entwicklung der schweizerischen mittleren Prämie für Erwachsene - unterdurchschnittliche Prämienerhöhung erwartet, bezahlen sie monatlich im Mittel immer noch rund 8 Franken mehr als im schweizerischen Durchschnitt. Im Vergleich mit den Kantonen mit Universitätsspitälern weist Bern eine mittlere durchschnittliche Prämiensteigerung auf und liegt höher als Basel und Zürich und niedriger als Genf und Waadt.

Stärkster Anstieg bei den Kindern

Wie auch im letzten Jahr steigen die Prämien der Kinder am stärksten an. So steigen die mittleren Prämien für Kinder im Jahr 2019 um 2,7 Prozent. Die Prämien der Kinder müssen tiefer sein als die Prämien der jungen Erwachsenen und werden immer noch mit Einnahmen aus den Prämien der Erwachsenen Versicherten quersubventioniert. 

Berner Spitalpolitik trägt zur Eindämmung der Kosten bei

Der Kanton Bern hat alle ehemals öffentlichen Spitäler verselbständigt und erteilt die Leistungsaufträge, unabhängig von der Trägerschaft, bedarfsgerecht. Überdies verzichtet er auf die exzessive Vergütung von gemeinwirtschaftlichen Leistungen und hält die Spitäler zu effizienter Leistungserbringung an. Der Kanton Bern nimmt seine Verantwortung wahr und setzt sich in seinem Zuständigkeitsbereich dafür ein, die Kostenentwicklung einzudämmen. Dies widerspiegelt sich in der relativ moderaten Kostenentwicklung im stationären Bereich. Weiter gilt auch das Credo "Ambulant vor Stationär", was ebenfalls zur Senkung der Kosten beiträgt. (pd)

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