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Jung im Herzen: Wie sich das Älterwerden in der Schweiz verändert
Seniorinnen und Senioren fühlen sich länger jung – Herausforderungen bleiben
Die Schweizer Bevölkerung altert, doch das Empfinden von „Altsein“ verschiebt sich. Während in den 1990er-Jahren Menschen sich ab durchschnittlich 69 Jahren als „alt“ bezeichneten, liegt dieser Wert heute bei etwa 80 Jahren.
Verbesserte Lebensqualität im Alter
Studien zeigen, dass die Lebensqualität im Alter gestiegen ist. Seniorinnen und Senioren bleiben länger gesund, sind besser ausgebildet und finanziell stabiler. „Heute wissen wir, dass wir rund 13 bis 14 Jahre länger gesund leben können, was wiederum bedeutet, dass man heutzutage mehr Zeit in der Pension verbringt. Deshalb müssen sich Seniorinnen und Senioren heute intensiver um ihre Vorsorge kümmern, damit sie die Zeit in der Pension sorgenfreier geniessen können. Das alles trägt dazu bei, dass man länger fit bleibt“, erklärt Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation von Pro Senectute Schweiz. Viele ältere Menschen engagieren sich aktiv in Vereinen, Organisationen oder unterstützen Familie und Nachbarn. Besonders häufig übernehmen sie die Betreuung von Enkelkindern oder helfen anderen Senioren – ein Engagement, das während der Pandemie allerdings zurückging.
Wandel in der Pflege
Der Wunsch, in ein Alters- oder Pflegeheim zu ziehen, nimmt ab. Seit 15 Jahren entscheiden sich immer mehr Menschen für andere Wohn- und Betreuungsformen. Dennoch ist der Pflegeaufwand in Heimen gestiegen, da viele erst bei einem schlechteren Gesundheitszustand dort eintreten.
Vielfältiges drittes Lebensalter
Die Lebensgestaltungsmöglichkeiten zwischen 65 und 80 Jahren sind heute vielfältiger denn je. „Ganz wichtig ist aber auch das soziale Umfeld. Mit Kontakten geht es einem psychisch besser, und das führt automatisch zu einem besseren Wohlergehen“, so Burri Follath weiter. Gesundheit, finanzielle Sicherheit und ein stabiles Netzwerk sind entscheidende Faktoren, um die Chancen dieser Lebensphase zu nutzen: „Grundsätzlich kann man sagen, dass die Gesundheit und das Finanzielle matchentscheidend sind.“
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