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| Wochengespräch

"J+S ist etwas für die ganze Gesellschaft"

Der Aufschrei war gross, als das Bundesamt für Sport bekannt gab, dass der Kredit für das Sportförderprogramm Jugend + Sport (J+S) nicht mehr ausreiche und die Beiträge ab kommendem Jahr um 20 Prozent gekürzt werden müssen. Vor einer Woche dann die Kehrtwende. Der Bundesrat hat entschieden, die J+S Gelder in diesem und im nächsten Jahr um insgesamt 48 Millionen Franken zu erhöhen.

Dies freut Andrea Zryd, Präsidentin von bernsport, dem Dachverband der Berner Sportverbände. "J+S ist etwas für die ganze Gesellschaft, und vor allem für die Kinder und Jugendlichen. Wir wissen, dass mehr Bewegung nicht nur gesundheitlich, sondern auch im sozial-integrativen Bereich und beim Wohlbefinden einen positiven Einfluss hat", so Zryd.

Die vom Bundesamt für Sport angekündigten Kürzungen sei eine "Hiobsbotschaft" gewesen, so Zryd. Die Vereine und Organisationen seien auf die Gelder des Bundes angewiesen. "Fehlen diese, wird es letztlich auf die Eltern der Kinder abgewälzt."

Über 680'000 Kinder und Jugendliche nehmen jährlich an den Kursen und Lagern des Sportförderprogramms J+S teil. Tendenz steigend. Entsprechend gross war die Kritik in den vergangenen Monaten. Die Reaktionen hätten denn auch dazu geführt, dass der Bundesrat die J+S Gelder erhöhen möchte, gab Sportminister Martin Pfister an einer Medienkonferenz zu. Der endgültige Entscheid zum Kredit liegt beim Parlament.

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