(Bild: pexels)
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IV-Stelle Kanton Bern baut Angebote zur beruflichen Integration aus
Die IV-Stelle Kanton Bern erweitert ihre Unterstützungsangebote für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Im Fokus stehen dabei Jugendliche und junge Erwachsene mit psychischen oder neuropsychologischen Erkrankungen sowie die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Die neuen Massnahmen hat die IV-Stelle am Dienstag an einem Arbeitgeberanlass in Bern vorgestellt.
Ein zentrales neues Angebot ist die Plattform «Moviia», die Ende August starten soll. Sie richtet sich an junge Menschen, deren Umfeld sowie Fachpersonen und soll frühzeitig Orientierung, Beratung und Austausch ermöglichen, noch bevor eine offizielle Anmeldung bei der IV nötig wird. Grundlage dafür bildet eine Studie der Berner Fachhochschule. Diese zeigt unter anderem, dass psychische Belastungen bei Jugendlichen zunehmen und besonders in Übergangsphasen wie dem Einstieg ins Berufsleben Herausforderungen entstehen.
Laut Bernadette Häfliger-Berger, Direktorin der IV-Stelle Kanton Bern, soll möglichst früh Unterstützung angeboten werden: «Wir wollen da ansetzen, bevor es überhaupt zu einem grossen Problem wird. Kurz gesagt: Es sollte gar nicht zu einem IV-Antrag kommen.» Dafür brauche es die passende Unterstützung für Betroffene, Familien und Unternehmen.
Die neue Plattform solle bewusst niederschwellig gestaltet werden. «Mit der neuen Plattform wollen wir eine niederschwellige Anlaufstelle anbieten, wo man sich auch anonym melden und Informationen holen kann», sagt Häfliger-Berger. Damit wolle die IV-Stelle auch dazu beitragen, die IV zu entstigmatisieren.
Neben dem Angebot für Jugendliche baut die IV-Stelle auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus. Seit März läuft ein Pilotprojekt mit der Migros Aare. Gleichzeitig wurden die Angebote für kleine und mittlere Unternehmen weiterentwickelt, insbesondere im Bereich psychische Gesundheit am Arbeitsplatz. Ziel sei es, Probleme frühzeitig zu erkennen und Arbeitsplätze möglichst zu erhalten.
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