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Im Rohrbachgraben läuft die Ernte der Aronia-Beeren

Kleine Bäume mit grünen Blättern und mit kleinen violetten Früchtchen dran, so sehen Aronia-Sträucher aus. Solche gibt es im Rohrbachgraben auf einer Fläche von rund einem halben Fussballfeld. Zu diesen Sträuchern schaut der Verein maxi.mumm aus Langenthal. Der Verein arbeitet mit Menschen zusammen, die sich beruflich und sozial integrieren wollen. neo1 schaute während der Ernte vorbei.

Angefangen hat alles 2016. Damals übernahm der Verein maxi.mumm die Plantage im Rohrbachgraben. Seither mussten sie sich ein wenig finden, gibt Projektleiter Niklaus Schorno zu. "Walter Bracher hat die Kultur von ganz jung Aufgebauen. Mit der Zeit wuchs diese fast ein wenig zu einem Dschungel an. Um die Beeren zu ernten, mussten wir anfangs beinahe Macheten einsetzen, um überhaupt dazu zu kommen. Nach der Übernahme haben wir die Plantage ziemlich aufgeräumt und viele Äste und Gestrüpp, sodass wir nun wieder besser durchkommen."

Wetter und Insekten als Störfaktor bei der Ernte

"Die Natur bestimmt. Je nach Saison oder nach Klima können wir eine bessere Ernte aufweisen oder eben nicht", so Niklaus Schorno. Wenn das Klima aber stimmt, dann sorgt die Kirschessigfliege für Probleme. "Sie sucht reife Beeren und wenn sie diese findet, legt sie dort ihre Eier ab. Wir versuchen, die Fliegen möglichst lange abzuhalten, die Beeren zu befallen. Dazu setzen wir Becherfallen ein. Diese Jogurtartigen Becher sind mit Rotwein, Essig und Abwaschmittel gefüllt. Rund um die Anlage haben wir insgesamt um di 100 Fallen aufgestellt, um so die Kirschessigfliegen abzuhalten", erklärt Max Kopp, der Projektleiter von Berner Aronia.

Schnelle Ernte soll den Kirschessigfliegen entgegenwirken

Neben den Fallen soll auch eine schnelle Ernte dabei helfen, die Insekten abzuhalten, die Beeren zu befallen. Das klappt in diesem Jahr gut: "Am Freitag machten wir eine Art Ernteprobelauf. Wetterbedingt konnten wir am Montag nur am Morgen ernten. Nun sind wir seit zwei Tagen voll dran und können die Ernte so zügig reinbringen. Dies zum einen, weil wir sehr fleissige Unterstützung hatten und zum anderen, weil die Menge weniger war. Dies ist darauf zurückzuführen, da wir einen intensiven Winterschnitt gemacht haben und die Plantage ausdünnten", so Kopp.

Durch die Ernte wieder beruflich und sozial integriert

Bei der Ernte helfen Menschen aus dem Programm von maxi.mumm. Die, meist Langzeitarbeitslosen, können sich dadurch wieder dem Berufsleben nähern. "Bei uns helfen Menschen, die gesundheitliche Integration suchen oder auch solche, die aus anderen Gründen lange dem Arbeitsprozess fernblieben. Dazu helfen auch Einzelne aus dem Migrationsumfeld. Erfahrungsgemäss sind gerade sie sehr motiviert", so Niklaus Schorno.

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